Barkassenfahrt
Mit Speicherstadt



Barkassen
Seit über 100 Jahren - traditionellen
Wasserfahrzeuge
Ursprünglich von
Dampfmaschinen angetrieben
transportierten sie einst
Arbeiter zu
den Werften und erfüllten Schleppaufträge.
Mitte der 30' Jahre moderne
Dieselmotoren umgerüstet.
Die Einführung von Dieselmotoren brachte mehrere Vorteile mit sich,
darunter eine erhöhte Effizienz, eine einfachere Handhabung und
geringere Betriebskosten im Vergleich zu Dampfmaschinen.
Heute sind nur noch wenige Traditions-Barkassen erhalten, die
liebevoll restauriert wurden und nun im Tourismus eingesetzt werden.

Rickmer
Rickmers
Die
Rickmer Rickmers wurde
1896 in
Bremerhaven gebaut und trägt den Namen des Enkels
des Reeders Rickmer Clasen Rickmers.
Mit
einer
22-köpfigen Besatzung
unternahm das Schiff zahlreiche Reisen nach
Fernost und in die USA.
1904 verlor es in dem berüchtigten
"Schwarzen Südost Orkan" im Indischen Ozean seinen
Kreuzmast, konnte aber von der Crew nach
Kapstadt gerettet werden.
Im
Laufe der Zeit segelte es unter verschiedenen Namen:
„Max“
für den Kohle- und Salpetertransport, später
„Flores“ für die
britische Marine und ab
1924 als „Sagres“ als
Segelschulschiff
der portugiesischen Marine – bis 1962.
1974 übernahm der Verein
„Windjammer für Hamburg“
das Schiff, restaurierte es und stellte es
1983 als
Museumsschiff an den Landungsbrücken
auf.
Heute
können Besucher die Rickmer Rickmers besichtigen – und sogar bis zu
30 Meter hoch in die Takelage klettern.
Sie ist ein lebendiges Symbol der
maritimen Geschichte Hamburgs.

Cap San
Diego
Die
Cap San Diego wurde
1961
in Hamburg gebaut und gilt heute als das
größte betriebsfähige Museumsfrachtschiff der Welt.
Wegen ihrer eleganten Form trägt sie den Spitznamen
„Weißer Schwan des Südatlantiks“.
Das
Schiff ist
159 Meter lang,
hatte
5 Laderäume
– davon
2 Kühlräume
und
6 beheizbare Tanks
– sowie Platz für Passagiere mit Lounge, Speisesaal und sogar
Außenschwimmbad. Im
Liniendienst nach
Südamerika
transportierte sie Güter wie
Maschinen, Autos, Fleisch, Kaffee und Obst.
Mit
dem Siegeszug der Containerschiffe wurde sie in den
1980er Jahren außer Dienst gestellt,
aber 1987 von der Stiftung Hamburger Admiralität gerettet.
Heute
ist sie
Museumsschiff, Hotel mit 8 Kabinen und
Veranstaltungsort.
Jährlich kommen rund
100.000 Besucher,
außerdem finden bis zu
10 Gästefahrten im Jahr
statt. Ein Highlight ist die ehemalige Ladeluke 4, die heute ein
Escape
Room beherbergt.

Feuerschiff
Hamburger City
Sportboothafen
Das Feuerschiff, auch als "Trinity House
LV13" (Lightvessel 13) bekannt, wurde im Jahr 1952 auf der
Werft
Philips & Son in Dartmouth fertiggestellt in Dienst gestellt.
Es
diente 36 Jahre lang als unverzichtbarer Bezugspunkt für Kapitäne,
die die Humber-Mündung an der Ostküste Englands ansteuerten. Dieses
Feuerschiff war mit einer Vielzahl von Lichtern, Nebelhörnern und
Glocken ausgestattet, um bei schlechten Sichtverhältnissen und
in
der Nacht die Navigation der fremden Schiffe zu erleichtern. Die
charakteristische Silhouette mit dem hoch aufragenden Leuchtturm und
seinen Lichtsignalen, war ein beruhigender Anblick für Seeleute, die
sich den gefährlichen Gewässern näherten.
Am 10. März 1989 wurde das
Feuerschiff außer
Dienst gestellt und durch eine Großtonne ersetzt. Am
21. Juni 1991
erwarb Kapitän Wulf Hoffmann das Schiff für 30.000 Pfund und ließ es
zwischen November 1992 bis November 1993 auf der Schiffswerft Jöhnk
(Harburg / Stader Stadthafen) zum Restaurantschiff umbauen.
Seit November 1993 liegt das
"Feuerschiff" nun im Hamburger City Sportboothafen als ein sehr
angesehenes Restaurant, Museum und kleines Hotel. Ich empfehle
unbedingt vorher einen Platz zu reservieren, da das Restaurant meist
immer ausgebucht ist.

Die Hamburger Speicherstadt
Gezeiten
Hamburg liegt an der
Elbe, einem Gezeiten-Gewässer.
Wasserstand zwischen 1,40 m und
3,40 m liegt.
Die Speicherstadt
Größter historischer
Lagerhauskomplex der Welt
Ist ein
einzigartiges historisches Wahrzeichen.
Seit 1991 steht sie unter
Denkmalschutz
Seit dem 5. Juli 2015 ist sie zusammen
mit dem
angrenzenden Kontorhausviertel in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes eingetragen.
Die Errichtung der Speicherstadt fand
zwischen 1883 und 1927 statt.
Sie liegt auf den ehemaligen Elbinseln
Kehrwieder und Wandrahm
Der erste Abschnitt wurde
1888 fertiggestellt.
Die Speicherstadt erstreckt sich über
etwa 26 Hektar, inklusive Wasserwege. Sie ist etwa
1,5 Kilometer lang und
zwischen 150 und 250 Metern breit.
Im Jahr
2003 wurde die Speicherstadt aus dem Freihafengebiet ausgegliedert
2008 als Teil des neuen Stadtteils
HafenCity im Bezirk
Hamburg-Mitte verwaltungsmäßig integriert.
Geographie und Zollgeschichte
Die Zollgeschichte der Speicherstadt geht
auf politische Entwicklungen im späten 19. Jahrhundert zurück.
Hamburg wurde 1871 Teil des Deutschen Reiches.
Das Hamburger Gebiet
war damals ein Zollausschlussgebiet.
1881 vereinbarten Hamburg und
das Deutsche Reich einen Freihafen, um Hamburg in den Deutschen
Zollverein aufzunehmen und den Handel im Hafen
von Zöllen zu
befreien.
Die Idee war, einen Bereich zu schaffen,
der außerhalb des deutschen Zollgebiets als Freihafen fungiert.
Hier
konnten Hamburger Kaufleute zollfrei Importgüter lagern, verarbeiten
und veredeln.
Dieses Privileg trieb die Schaffung der Speicherstadt
voran.
1888 wurde der erste Abschnitt der Speicherstadt als
Freihafengebiet eröffnet, als Hamburg dem Deutschen Zollverein
beitrat.
Baugeschichte und Entwicklung
Die Speicherstadt wurde ab 1883 auf den
Elbinseln Kehrwieder und Wandrahm errichtet. Dabei wurden
Wohnviertel abgerissen, um Platz zu schaffen.
Kehrwieder war ein
Arbeiter- und Handwerkerviertel, Wandrahm war von Kaufmanns- und
Bürgerhäusern geprägt. Etwa 20.000 Menschen wurden umgesiedelt, 1100
Häuser abgerissen.
Die Lagerhäuser, neugotische Backsteinbauten auf
Eichenpfählen, dienten der Lagerung von Kaffee, Tee und Gewürzen.
Die Einweihung erfolgte
1888, mit
abschließendem Stein von Kaiser Wilhelm II.
Bis 1898 war das Projekt
zu zwei Dritteln fertig, der Rest bis 1914.
Ursprünglich bestand die
Speicherstadt aus 17 Lagerkomplexen, alphabetisch von A bis X.
Der 2. Weltkrieg zerstörte die Hälfte
der Bausubstanz. Der westliche Bereich wurde nicht wiederaufgebaut.
2003 verlor die Speicherstadt ihren Freihafenstatus durch
Verlagerung des Containerumschlags und automatisierte
Lagerverwaltungssysteme. Seit 2004 liegt das Gebiet außerhalb des
Freihafens.
Historische und aktuelle Nutzung
Ursprünglich dienten die Lagerhäuser dem
Lagern und Verarbeiten von Importgütern. Die Quartiersleute
übernahmen Lagerung und Verarbeitung für Importeure ohne eigene
Lager.
Besonders bei Tee und Kaffee wurden Sorten verkostet und
Mischungen erstellt.
Die Eröffnung der Hamburger Kaffeebörse
1887 war ein Meilenstein. In den ersten 1,5 Jahren sollen 24
Millionen Jutesäcke mit Kaffee gehandelt worden sein.
Die momentane Nutzfläche der
Speicherstadt beträgt etwa 630.000 Quadratmeter. Sie beherbergt
Teppichhändler, Agenturen, Museen und kulturelle Einrichtungen. Das
Miniatur Wunderland und das Hamburg Dungeon
sind beliebte
Attraktionen.

Fleetschlösschen
Erbaut 1885 im neugotische
architektonischen Stiel, die
für die Gebäude in der Speicherstadt typisch ist.
Ursprünglich erfüllte es damals die wichtige
Rolle eines Zollgebäudes. Hier wurden die ankommenden Schuten
überwacht und die wertvollen Waren erfasst, die
von den großen
Segelschiffen zu den Lagerhäusern der Kaufleute transportiert
wurden.
Danach wurde es von der Hamburger
Feuerwehr als Brandwache genutzt.
Später wurde es ein öffentliches
Plumsklo.
Das Toilettengebäude wurde später zu einer Kaffeeklappe, die den
Hafenarbeitern
einen Ort der Erholung bot.
Im Jahr 2004 ermöglichte die
Verlegung
der Freihafengrenze eine zivile Nutzung des Gebäudes. Seitdem dient
das Fleetschlösschen als ein Ort der Gastronomie und lädt Besucher
ein, die historische Atmosphäre zu genießen.

Die
Pracht des Wasserschlösschens
Dieses vierstöckige Gebäude wurde
zwischen 1905 und 1907 während des dritten Bauabschnitts der
Speicherstadt errichtet und zählt heute zu den ältesten und
bekanntesten Wahrzeichen in diesem historischen Lagerhauskomplex.
Seit 1991 steht es unter Denkmalschutz.
Ursprünglich diente das Wasserschlösschen als
Unterkunft und
Werkstatt für die Hafenarbeiter, die für die Wartung und Reparatur
der hydraulischen Speicherwinden verantwortlich waren. Diese
Arbeiter, bekannt als Windenwärter oder Windenwächter, hatten das
Privileg, in der Speicherstadt zu leben.
Die Winden waren von
entscheidender Bedeutung für den Warentransport in den
Speicherhäusern, da es keine Lastenaufzüge gab.
Waren wurden
mithilfe von Winden an den Fassaden zu den Lagerböden gezogen.
Heute befindet sich im Erdgeschoss ein Geschäft für Teehandel mit einem
angrenzenden gastronomischen Bereich.
In der ersten Etage bietet ein
Anbieter Sauerstofftherapie an.
Dank seiner einzigartigen Lage und
faszinierenden Architektur diente das Gebäude auch als
Kulisse für
verschiedene Fernsehproduktionen, darunter die beliebte
TV-Kinderserie "Die Pfefferkörner".
Das Wasserschlösschen spielt außerdem eine besondere Rolle als "Außentraustelle"
des Standesamts Hamburg-Mitte. Ein Ort, an dem sich
Paare das Ja-Wort geben können.

HafenCity Hamburg
Geschichtlicher Hintergrund
Die Geschichte der HafenCity reicht weit zurück.
Das Gebiet, das
heute als HafenCity bekannt ist, war einst ein wichtiger Teil des
Hamburger Hafens und diente als Lager- und Handelszentrum.
Mit der
Zeit änderten sich jedoch die Anforderungen an den Hafen, und viele
dieser Gebäude und Lager wurden überflüssig.
Projektbeginn
Die Idee zur Umwandlung dieses Gebiets entstand in den
frühen 2000er Jahren.
Die offizielle Bauphase
begann 2003, und seitdem hat sich die HafenCity kontinuierlich
entwickelt.
Die Entwicklung wird voraussichtlich bis in die
2030er
Jahre andauern.
Fakten und Zahlen
Die Hafen City ist das größter innerstädtische Bauprojekt Europas
und erstreckt sich über eine Fläche von etwa 157 Hektar, was
ungefähr der Größe von 200 Fußballfeldern entspricht.
Sie liegt zwischen der berühmten
Elbphilharmonie und den
Norderelbbrücken
Hier sollen insgesamt etwa 6,000 bis 7,000 Wohnungen in der
HafenCity entstehen, die Platz für etwa 15,000 bis 20,000 Menschen
bieten.
Das Projekt umfasst eine Vielzahl von Gebäuden, darunter
Wohngebäude, Bürogebäude, kulturelle Einrichtungen,
Restaurants,
Geschäfte, das größte Maritime Museum der Welt, mit seiner
umfangreichen Sammlung von maritimen Artefakten aus der ganzen Welt
und vieles mehr.

Der
Elbtower
Ein Wolkenkratzer-Projekt in Hamburg
Der Elbtower ist im östlichen
Teil der HafenCity.
Die
Finanzierung und Realisierung dieses etwa
950 Millionen Euro teuren
Bauprojekts soll durch die Signa Prime Selection AG erfolgen,
eine
Tochtergesellschaft der Signa Holding.
Höhe von 245 Metern
und 64 Stockwerken wäre der Elbtower das mit Abstand höchste Gebäude in Hamburg und
bundesweit das dritthöchste,
nach dem Commerzbank Tower und dem Messeturm in Frankfurt am Main.
Nutzung
Die Bruttogeschossfläche beträgt etwa
160.000 m², wovon etwa 122.000 m² oberirdisch liegen.
Davon sind
77.000 Quadratmeter Bürofläche auf 48 Stockwerke verteilt.
Das Nobu
Hotel, gegründet von Robert De Niro, und ein
dazugehöriges
Restaurant werden sich auf mehreren Etagen im Elbtower befinden.
Öffentlich zugängliche Bereiche umfassen
Wein- und
Feinkostgeschäfte, Galerien, Cafés und Bistros sowie einen Gym und
Spa.
Eine Aussichtsplattform in der
55. Etage wird ebenfalls
öffentlich zugänglich sein.
Geschichte
Das Projekt wurde erstmals im März 2017
auf der Immobilienmesse MIPIM vorgestellt. Der Bauantrag wurde im
Dezember 2020 eingereicht und der Bebauungsplan im Januar 2021
genehmigt. Die Fertigstellung ist für Anfang 2026 geplant.

Hafenbereich O’Swaldkai
Die Hafen- und Logistikgesellschaft Hamburg (HHLA) betreibt die
Terminalanlagen, ebenso wie die dazugehörige Unikai Lagerei- und
Speditionsgesellschaft, die zur HHLA gehört.
Geschichte
Ende des 19.
Jahrhunderts entstand, sind etwa 1000 Angestellte auf einer Fläche
von 75 Hektar damit beschäftigt, Logistikdienstleistungen
abzuwickeln. An den Kaimauern werden hauptsächlich Kühlwaren
behandelt, ebenso RoRo- und ConRo-Schiffe. Zudem spielen
Projektfrachten und Forstprodukte eine bedeutende Rolle.
RoRo-Terminal
Die umgeschlagenen Güter beinhalten vorrangig Container,
Projektfracht, Schwergut sowie RoRo-Fracht in Form von Autos und
Lastwagen,
Zudem erfolgt in kleinerem Maßstab
der Umschlag von Holz und anderen konventionellen Stückgütern. Es
stehen zwei Liegeplätze zur Verfügung, mit einer maximalen Tiefe von
11,5 Metern und einer Gesamtkailänge von 800 Metern.
Die
Terminalfläche erstreckt sich über 800.000 Quadratmeter.
Für den
Umschlag stehen zwei Containerbrücken und ein mobiler Hafenkran mit
einer Tragfähigkeit von bis zu 104 Tonnen zur Verfügung.

Hywax
GmbH
Die Hywax GmbH ist ein integraler Bestandteil der internationalen AWAX
Group, die über ungefähr 700 Mitarbeiter verfügt.
Im im Hamburger
Hafen Standort engagieren sich etwa 350 Mitarbeiter und 16
Auszubildende
Die Herstellung eines vielfältigen Sortiments an
Paraffinwachsen, sowohl auf mineralischer als auch synthetischer
Basis.
Zusätzlich produzieren man
Wachsemulsionen sowie Vaseline.
Weitere Produktionsanlagen für Emulsionen sind in Linz, Österreich,
und Birkenhead, Großbritannien, ansässig.
Die große Produktpalette findet global Anwendung in
unterschiedlichen verarbeitenden Industriezweigen. Hierzu gehören
beispielsweise heiße Schmelzkleber, die Papier- und
Verpackungsindustrie, Farb- und Lackherstellung,
Kosmetika und
pharmazeutische Produkte, Holzwerkstoffe,
Kerzen sowie auch im
Straßenbau.

Die Elbphilharmonie
Im November 2016 fertiggestelltes
Konzerthaus.
Sie ist
ein neues Wahrzeichen und ein Kulturdenkmal
der Stadt
Das Gebäude, wurde entworfen vom Basler Architekturbüro Herzog &
de Meuron,
Die Idee für die Elbphilharmonie geht auf
eine 2001 vorgestellte Initiative des Hamburger Projektentwicklers
Alexander Gérard zurück.
Der Bau wurde 2007 von der Bürgerschaft
unter Bürgermeister Ole von Beust beschlossen.
Hamburg war Teilgesellschafter und Hauptfinanzier der
Elbphilharmonie Bau KG, die das Gebäude im Auftrag der Stadt durch
den Baudienstleister Hochtief errichtete.
Ursprünglich geplant für 3 Jahre
,
verzögerte sich die Fertigstellung des Gebäudes auf 9 Jahre
Am Ende betrugen die Baukosten rund 866
Millionen Euro, statt der ursprünglich veranschlagten 186 Millionen
Euro. Von den Baukosten übernam Hamburg 789 Millionen Euro.
Höhe: 110
Metern
Etagen: 26
Gesamtnutzungsfläche: beträgt
etwa 125.512 m²
Die Struktur: Stahlbeton und einer
Glasfassade
Großen
Konzertsaal: 2100 Sitzplätze
Kleinen Saal: 550 Sitzplätze
Kaistudio 1: 170 Sitzplätze
Die Akustik des Großen
Saals wurde mit Hilfe des renommierten Akustikers Yasuhisa Toyota
entwickelt.
Die Plaza befindet sich
zwischen dem Backsteinsockel des Kaispeichers-A
und dem Glasaufbau in
37 Metern Höhe . Von hier aus hat man einen atemberaubenden
Blick über die Norderelbe, den Hafen und die Innenstadt.
Das Gebäude beherbergt auch das
4-Sterne-Plus-Hotel "The Westin Hamburg" mit
244 Zimmern, das von
der Marriott International betrieben wird.
Das Restaurant "Störtebeker"
wird von der Störtebeker Braumanufaktur in Zusammenarbeit mit der
east Hotel & Restaurant GmbH betrieben.
Die Konzertorgel im
Großen Saal, verfügt über 69 Register mit
insgesamt 4.765 Pfeifen und zwei
Spieltischen.
Das Konzerthaus hat sich zu einem stolzen Wahrzeichen der Stadt
entwickelt und zieht Besucher aus der ganzen Welt an.

Musicals im Hamburger Hafen:
Magische Unterhaltung vor maritimer Kulisse
"Der König der Löwen" und "Michael
Jackson" –
zwei unvergessliche Produktionen, die nicht nur für ihre
beeindruckenden Aufführungen, sondern auch für ihre einzigartigen
Spielstätten bekannt sind.
Der
König der Löwen
Basierend auf dem gleichnamigen
Disney-Zeichentrickfilm
Das "Stage Theater im Hafen" ist
extra für diese Show erbaut worden und bietet Platz
für rund 2.000 Zuschauer.
"Der König der Löwen" entführt
die Zuschauer in die faszinierende Welt der afrikanischen Savanne.
Das Besondere an dieser Produktion ist nicht nur
die mitreißende
Musik von Hanz Zimmer mit Elton John und den Texten von Tim Rice,
sondern auch das einzigartige Theater, in dem das Stück aufgeführt
wird.
Das Theater selbst beeindruckt mit einer
imposanten Architektur.
Die
Bühne ist vielfältig und farbenfroh gestaltet, und
die aufwendigen Masken und detailreichen Kostüme
entführen die Zuschauer in die Welt von Simba, Mufasa, Nala, Scar
und Co.
Hier liegt
in Hauch von afrikanischer Magie in der Luft
Michael Jackson
Stichpunkte des Musicals:
-
Probenzeit 1992
zur „Dangerous“-Welttournee als
Rahmenhandlung
-
Kindheit - mit den
Jackson 5 und
strenge Erziehung durch
Vater Joe Jackson
-
Sein Musikalischer
Durchbruch in jungen Jahren
-
Solo-Karriere
mit Fokus auf Alben wie „Off the Wall“, „Thriller“, „Bad“
-
Kreativer
Perfektionismus – wie MJ Songs und Choreografien
erschuf
-
Private
Herausforderungen und der Druck des Ruhms
-
Vision eines
friedlichen, besseren Miteinanders durch Musik
-
Hommage an seine
humanitäre Seite und seine Botschaft von Liebe &
Heilung
Musikalische Highlights:
Das Musical enthält viele
Hits, z. B.:
-
Billie Jean
-
Beat It
-
Smooth Criminal
-
Man in the Mirror
-
Black or White
-
Bad
-
Thriller
-
They Don’t Care About Us
Beide Musicals bieten Unterhaltung für die ganze Familie und sind ein fester
Bestandteil der Hamburger Kulturlandschaft geworden.
Die Musicals haben
sich zu Publikumsmagneten entwickelt und locken Besucher aus aller
Welt an. Sie bereichern nicht nur das kulturelle Angebot der Stadt,
sondern bieten auch die Möglichkeit, einen Besuch im Hamburger Hafen
mit einem unvergesslichen Theatererlebnis zu verbinden. Ob jung oder
alt, Musikliebhaber oder Disney-Fan – die Musicals garantieren einen unvergesslichen Abend
inmitten der maritimen Kulisse des Hamburger Hafens.

St.
Pauli-Landungsbrücken
Europas größten schwimmenden
Wasserbahnhof! 688 Meter
Erbaut
1839 als hölzerne Schiffsanleger
Anlegestelle für
Dampfschiffe der Überseelinien, darunter auch die berühmten
HAPAG-Linienschiffe. Sie transportierten damals die
Auswanderer nach
Afrika und Amerika.
Der Pontonanlage ermöglichte das
bequeme
Beladen der Schiffe mit Kohle und gewährleistete ausreichenden
Sicherheitsabstand aufgrund der Brandgefahr.
Ab Mai 1907 bis 1911
wurde die lange Anlegestelle durch schwimmende
Metallpontons ersetzt. Davon zerbommten die Aleirten bei der
Operation Gromorra die Hälfte. Zwischen 1953 und 1976 während des
Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg, wurde alles neu errichtet.
Hier
finden Sie eine Vielzahl von Restaurants,
Cafés, Eisläden und Souvenirgeschäften.
Hier können Sie auch
Schifffahrten mit verschiedenen Reedereien unternehmen.

Der Alte Elbtunnel
Im Jahr 1895 waren insgesamt 20.000 Werftarbeiter und
25.000 Hafenarbeiter im Hamburger Hafen beschäftigt. Viele konnten
sich die Fähren finanziell nicht leisten oder
der Betrieb war
witterungsbedingt, insbesondere im Winter bei Schnee und Eis,
eingeschränkt. Ein Tunnel mußte her.
Er
ist der erste Tunnel weltweit, der unter einem Flus gebaut wurde.
Seit
1911
verbindet er die
Landungsbrücken
mit
Steinwerder
und diente vor allem den Werften wie
Blohm+Voss als wichtige
Anbindung.
Der
Tunnel ist
426 Meter lang,
verläuft
24 Meter tief
unter der Elbe und war eine technische Sensation seiner Zeit. Mit
seinen
4 Fahrstühlen für Fahrzeuge
und den kunstvollen Kacheln steht er heute unter
Denkmalschutz und ist ein
beliebtes Ausflugsziel.
Der Bau fand von
1908 bis 1911 statt
Kostete - 10,7 Millionen Goldmark.
Länge - 426,5m Metern
Tiefe - 24
Metern.
Verbindung - zwei Tunnelröhren - St. Pauli-Landungsbrücken mit der Elbinsel Steinwerder.
historische Fahrstühle 4
Seit 2003 steht der Alte Elbtunnel unter
Denkmalschutz und ist ein beeindruckendes Zeugnis vergangener
Zeiten.

Dock Elbe
17
Eigentümer: Blohm +
Voss
Trockendock
Erbaut:
1941
Länge: 351m
Innenbreite: 59m
Tiefe: 13,5 Metern
Schiffslänge: bis
zu 320m
Geschichte:
Das
Dock Elbe 17
gehört zu
Blohm+Voss
und wurde
1941
gebaut. Es ist ein
Trockendock mit einer
Länge von
351 Metern,
einer Breite von
59 Metern
und einer Tiefe von
13,5 Metern.
Hier können Schiffe von bis zu
320 Metern Länge und
120.000 Tonnen Gewicht
gewartet werden.
Besonders beeindruckend ist die
Hebeanlage: Die
hydraulischen Tore wiegen
jeweils
105 Tonnen
und dichten das Dock ab. Danach wird das Wasser abgepumpt, sodass
die Schiffe trockenliegen und repariert werden können.
Im
Dock Elbe 17 lagen schon berühmte Schiffe wie die
Bismarck, die Luxusyacht
„A“
oder die Offshore-Plattform
„Pioneering Spirit“ – das
größte Schiff seiner Art.
Heute
ist es eines der wichtigsten Docks Hamburgs und gilt als
technisches Meisterwerk der Schiffbautechnik.

Die
Hafenstraße in Hamburg
Ein Ort mit Geschichte und
Kontroversen
Die
Hafenstraße in St. Pauli
liegt direkt am Hafen, nahe den Landungsbrücken, und wurde
1901 als bürgerliche
Wohngegend gebaut. In den
1960er/70er Jahren
verfielen viele Häuser, ärmere Bewohner und später
Hausbesetzer, die Autonomen,
zogen ein.
In den
1980er Jahren
wurde die Hafenstraße bundesweit bekannt. 1981 kam es zu heftigen
Straßenschlachten
zwischen Polizei und Bewohnern, als die Häuser geräumt werden
sollten. Am sogenannten
„Schwarzen Freitag“
standen über
5.000 Polizisten
im Einsatz. Die Straße wurde zum
Symbol für den Kampf um bezahlbaren Wohnraum.
Nach
langen Verhandlungen durften die Bewohner bleiben. Ein Teil der
Häuser wurde legalisiert und in
sozialen Wohnraum
umgewandelt.
Heute
ist die Hafenstraße ein
buntes Viertel mit Cafés,
Kneipen und Kultur – doch die Diskussion um
steigende Mieten und Verdrängung
geht weiter.

HADAG
Die
HADAG – Hamburgische
Dampfschifffahrts-Gesellschaft
wurde am
08.08.1888
gegründet. Ihr Ziel war es, den
Personen- und Warenverkehr im Hafen
zu erleichtern.
Besonders bekannt wurde sie durch die
Verbindung nach Helgoland,
mit der die Reederei den
Tourismus auf der Insel
entscheidend förderte.
Ein
Höhepunkt war das Kreuzfahrtschiff
MS Astor, das mit
Luxuskabinen, Service und Unterhaltung
neue Maßstäbe setzte. In den
1920er Jahren betrieb die
HADAG sogar eine
eigene Fluglinie mit Wasserflugzeugen.
Heute
betreibt die HADAG die bekannten
Hafenfähren, legt dabei
großen Wert auf
Nachhaltigkeit
und bleibt ein wichtiger Teil der maritimen Kultur Hamburgs.

U-434 in
Hamburg Altona
Die U-434
in Hamburg-Altona ist ein sowjetisches U-Boot der
Tango-Klasse
und zählt zu den
größten konventionell betriebenen U-Booten
der Welt.
Angetrieben wurde es von
3 Dieselmotoren
und
4 Elektromotoren,
erreichte bis zu
15 Knoten unter Wasser
(28 km/h) und konnte in
300 Metern Tiefe
tauchen.
Bewaffnet
war die U-434 mit
6 Torpedorohren,
bis zu
24 Torpedos
oder
44 Minen.
Seit
2002
ist sie ein
Museumsschiff.
Besucher sehen an Bord die engen Kojen, die Arbeitsräume und originale
Technik – ein eindrucksvoller Einblick in das Leben der
U-Boot-Besatzungen.
Besonders
bekannt ist auch die Talkshow
„Käpt’ns Dinner“ mit Michel Abdollahi,
die seit 2016 direkt im U-Boot aufgezeichnet wird.
Technische Daten:
Stapellauf: 29. April 1976
Außerdienststellung: April 2002
Länge: 92 Meter (Lüa)
Breite: 8,6 Meter
Verdrängung: 3.600 Tonnen
Besatzung: 62 Mann
Antrieb:
3 × 1.900 PS Diesel-Hauptmotoren
4 × 140-2.700 PS Elektromotoren
Propeller: 3 Impeller
Geschwindigkeit und Tauchtiefe:
Tauchtiefe: max. 300 Meter
Geschwindigkeit getaucht: 15 Knoten (28 km/h)
Geschwindigkeit aufgetaucht: 13 Knoten (24 km/h)
Bewaffnung:
Die U-434 verfügte über eine beeindruckende Bewaffnung, um ihre
Aufgaben während ihrer aktiven Dienstzeit zu erfüllen.
Dazu gehörten:
6 Torpedorohre mit einem Durchmesser von 533 mm
24 Torpedos, die eine Länge von 8,14 Metern und ein Gewicht von etwa
2 Tonnen hatten
Torpedo-Geschwindigkeit: ca. 60 km/h
Ladezeit: 6 bis 8 Minuten
Zusätzlich hatte das U-Boot die Fähigkeit, 44 Minen an Bord zu
nehmen

Altonaer Fischmarkt
Der
Altonaer Fischmarkt
wurde bereits
1703
gegründet und ist damit über
300 Jahre alt. Er
entwickelte sich schnell zu einem bedeutenden Handelsplatz für
frischen Fisch und Meeresfrüchte.
Noch
heute lebt diese Tradition weiter: Jeden
Sonntagmorgen von 5:00 bis 9:30 Uhr
herrscht hier buntes Treiben. Händler bieten nicht nur Fisch,
sondern auch Obst, Blumen und allerlei Kurioses an.
Der
Fischmarkt ist längst ein
Touristenmagnet und zieht
jedes Jahr Besucher aus aller Welt an – ein Ort, an dem
Geschichte, Handel und Unterhaltung
zusammenkommen.

Der alte
Holzhafen
Der
Altonaer Holzhafen
wurde schon
1722–1724
angelegt und ist damit eine der ältesten künstlichen
Hafenanlagen Hamburgs. Rund 150 Jahre lang war er
von Speichern, Mälzereien und Räuchereien geprägt –
heute findet man dort moderne Wohnungen, Büros und
Gastronomie.
Direkt
daneben steht die
Deutsche Seemannsmission Altona,
ein denkmalgeschütztes Haus von
1928–1930. Hier gibt es
ein Hotel, einen Seemannsclub und die Kirche St. Clemens
– bis heute ein wichtiger Treffpunkt für Seeleute aus aller Welt.
Und
gleich nebenan findet man die berühmte
Haifisch-Bar,
eine urige Hafen-Kneipe mit echter Seemanns-Atmosphäre.
Sie ist seit Jahrzehnten Kult, bietet Livemusik,
Shanty-Chöre und ein Stück echtes Hafenflair – genau so,
wie man es sich in Hamburg vorstellt.
Rechts um der Ecke, liegt der legendäre
Schellfischposten,
Altonas älteste Seemannskneipe, seit weit über
100 Jahren
in Betrieb. Bekannt wurde sie durch das
Hamburger Hafenkonzert
und die Fernsehsendung
Inas Nacht
mit Ina Müller.

Dockland Hamburg
Das Dockland ist ein markantes
Bürogebäude direkt an der Elbe. Es wurde
2010
fertiggestellt, kostete rund
35 Millionen Euro
und erinnert mit seiner Form an ein
Schiffsrumpf.
Ein besonderes Highlight ist das
Aussichtsdeck: Über
137 Stufen erreicht
man die Dachterrasse, von der man einen
kostenlosen Panoramablick
über Hafen und Skyline genießen kann.
Das Dockland ist damit nicht nur
ein moderner Bürostandort, sondern auch ein
beliebter Aussichtspunkt
für Besucher – ein architektonisches Wahrzeichen
direkt am Wasser.

Die
Hamburger Faultürme
Die
Hamburger Faultürme
stehen auf dem Gelände des Klärwerks und dienen der
Behandlung von
Klärschlamm, der bei der
Abwasserreinigung entsteht.
Darin
läuft ein biologischer Prozess ab – die sogenannte
anaerobe Faulung.
Ohne Sauerstoff zersetzen Bakterien den Schlamm und erzeugen
dabei
Biogas,
hauptsächlich Methan.
Dieses
Biogas wird in
Blockheizkraftwerken
verbrannt und liefert
Strom und Wärme: Ein Teil
geht ins öffentliche Netz, ein Teil versorgt das Klärwerk
selbst. So tragen die Faultürme aktiv zur
Energiegewinnung und zur
CO₂-Reduzierung
bei.
In
Hamburg nutzt man dafür sowohl
Trocken- als auch Nassfermentation,
um den Klärschlamm besonders effizient zu verwerten.

Der
Hamburg Radarturm Nr. 172 im Köhlbrandhöft
Der
Hamburger Radarturm Nr. 172
am
Köhlbrandhöft
überwacht Wasserpegel und Gezeiten im Hafen. Auf
seiner großen Anzeigetafel sehen die Kapitäne sofort, wie hoch das
Wasser in Centimetern steht:
schwarze Zahlen bedeuten
über Null,
rote Zahlen
unter Null.
Die
Buchstaben zeigen die Gezeiten an:
-
E
für Ebbe – das Wasser fließt ab, die Fahrrinne
wird flacher.
-
F
für Flut – Schiffe können leichter ein- und
auslaufen.
Der
Turm ist einer von
28 Radarstationen im
Hamburger Hafen. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass Schiffe auch bei
schwierigen Bedingungen sicher navigieren können.

Große Schlepperbrücke
Die
Große Schlepperbrücke
wurde schon
1873
gebaut und ist bis heute das Zuhause der Hamburger
Schlepperflotte. Hier liegen rund
20
Schlepper, die Tag und
Nacht im Einsatz sind.
Die
Brücke selbst ist etwa
300 Meter lang und bietet
Platz für die vielen Schiffe. Von hier starten die Schlepper, um die
großen Containerschiffe sicher durch den Hafen zu bringen.
Warum
braucht man Schlepper? Moderne Containerschiffe
sind bis zu
400 Meter lang
und extrem schwer. Sie haben zwar starke Motoren,
sind aber in engen Hafenbecken oder beim Anlegen kaum
manövrierfähig. Die Schlepper – klein, aber enorm
kraftvoll – können diese Riesen millimetergenau drehen,
bremsen und an die Kaimauer drücken.

Neumühlen-Oevelgönne:
Ein malerisches Hafenjuwel in Hamburg
Willkommen in
Övelgönne,
einem der schönsten Elbviertel Hamburgs. Der Name wird
unterschiedlich gedeutet – entweder als Hinweis auf die schwierige
Bebauung des Geländes oder auf die Missgunst der Nachbarn, weil sich
die Bewohner am Strand wertvolles Treibgut sichern konnten.
Die
Geschichte reicht bis
1674 zurück, 1731
wurde Övelgönne selbstständig und 1890 nach
Altona
eingemeindet.
Besonders bekannt ist der
Museumshafen Oevelgönne,
der älteste deutsche Museumshafen in privater
Trägerschaft. Hier liegen historische Schiffe: segelnde
Fischerboote, Frachtfahrzeuge, Dampfschiffe und Hafenfahrzeuge.
Entlang des Elbstrands finden Sie alte Lotsen- und
Kapitänshäuser. Ein Highlight ist die
Himmelsleiter, eine
Treppe mit
126 Stufen,
die zur Elbchaussee hinaufführt.
Am Strand steht außerdem der große Findling
„Der alte Schwede“:
Er wiegt
217 Tonnen,
hat einen
Umfang von fast 20 Metern
und ist
4,5 Meter hoch.
Nicht zu vergessen: die
Strandperle,
seit den 1970er Jahren Kult und heute die „Mutter aller
Beachclubs“ in Hamburg.

Leuchtbojen
Die
Leuchtbojen
auf der Elbe sind wichtige Hilfen für die Schifffahrt. Sie sind mit
Lichtern ausgestattet, die
blinken oder leuchten,
damit Schiffe auch bei
Nebel oder Dunkelheit
sicher navigieren können.
Sie
markieren
Untiefen und Gefahrenstellen
und zeigen den Kapitänen die richtige Fahrrinne. So helfen sie,
Kollisionen und Grundberührungen
zu vermeiden.
Besonders nachts und bei schlechtem Wetter sind Leuchtbojen
unverzichtbar, um den
sicheren und reibungslosen Schiffsverkehr
auf der Elbe zu gewährleisten.

Der
Bojenmann (von Stephan
Balkenhol)
Eine Maritime Kunstinstallation in
Hamburg
Der
Bojenmann ist eine maritime Kunstinstallation des Künstlers
Stephan Balkenhol.
Die Figur trägt eine
schwarze Hose und weißes Hemd,
hat aber keine Gesichtszüge – so kann jeder
Betrachter seine eigenen Gedanken hineinlegen.
Ursprünglich gefertigt aus
Eichenholz, rund
2,40
Meter hoch und fest mit
seinem Sockel verbunden. Die Figur wog etwa
neun
Tonnen. Um sie vor Wind und
Wetter zu schützen, wurde sie
2020/21 in Aluminiumguss neu
hergestellt – ihre markante Form blieb erhalten.
Es
gibt 4 Bojenmänner. Sie stehen auf
Flachwassertonnen entlang der Elbe
und erinnern an die Seeleute und Hafenarbeiter, die Hamburgs Geschichte
geprägt haben. Heute sind sie ein beliebter Blickfang für Besucher und
ein Symbol der Verbindung von Land und Wasser.
Die vier
Standorte:
1. Elbe bei Övelgönne (Hamburg‑Othmarschen)
2. Serrahn im Bergedorfer Hafen (Hamburg‑Bergedorf)
3. Außenalster nahe der Gurlitt-Insel
(Hamburg‑Hohenfelde)
4. Süderelbe östlich der Europabrücke
(Hamburg‑Wilhelmsburg)

Der
Containerterminal Burchardkai (CTB)
Willkommen
am
Containerterminal Burchardkai (CTB)
– dem größten Terminal der HHLA im Hamburger Hafen.
Das
Terminal liegt auf der
ehemaligen Elbinsel Waltershof
und umfasst
1,4 Quadratkilometer Fläche.
Die
Kaianlagen sind 2.850 Meter lang
und bieten Platz für
10 Containerschiffe
mit einem Tiefgang von bis zu
16,5 Metern.
Dafür stehen hier ganze
30 Containerbrücken
bereit – genug, um Schiffe jeder Größe schnell zu be- und entladen.
An Land
sorgen
12 Blocklager
mit je
380 Metern Länge,
ein eigener
Containerbahnhof
und zahlreiche
LKW-Stellplätze
für einen reibungslosen Weitertransport.
Der
Beginn des Containerzeitalters
im Hamburger Hafen wurde hier am
31.
Mai 1968 eingeleitet. Seitdem
ist der CTB zu einem echten
Drehkreuz des Welthandels
gewachsen.
Heute ist er eines der modernsten Terminals Europas
– verbunden über Straße und
Schiene – und ein starkes
Symbol für die Bedeutung des Hamburger Hafens in der Weltwirtschaft.
Enorme Containerbrücken
Am HHLA Container Terminal Burchardkai (CTB) arbeiten derzeit die
größten Containerbrücken im Hamburger Hafen. Sie sind in der Lage,
Schiffe mit einer Breite von 24 Containern parallel zu entladen.
Diese imposanten Giganten
wiegen beeindruckende 2.480 Tonnen und
können gleichzeitig zwei 40-Fuß-Container oder vier 20-Fuß-Container
bewegen, was insgesamt 110 Tonnen oder 70 Mittelklassewagen
entspricht. Die Ausleger dieser Brücken sind knapp 80 Meter lang. Am
CTB sind mehr als 30 Containerbrücken im Einsatz, wovon 18 als
sogenannte Megaship-Brücken gelten.
Daten & Fakten
Brückenkosten: 10Mill die Brücke + 2Mill Kaimauerbefestigung +
Schienen
Gesamthöhe abgetoppt: 89 Meter
Gesamthöhe aufgetoppt: 138 Meter
Gewicht: 2.480 Tonnen je Brücke
Ausleger: 80 Meter Gesamtlänge
Spannweite: Schiffsbreite 26 Containerreihen nebeneinander
Tandembetrieb: 2 x 40-Fuß-Container bzw. 4 x 20-Fuß-Container
Maximale Nutzlast: 110 Tonnen
Seillänge gesamt: 3.160 Meter je Brücke
Hubhöhe: 49,5 Meter
Höhe Brückenkanzel: Arbeitsplatz Brückenfahrer 52 Meter

Die
Rugenberger Schleuse
Die
Rugenberger Schleuse wurde
1908 im Zuge der
Hafenerweiterung geplant und
1913 fertiggestellt. Sie
verband den neu verlaufenden
Köhlbrand mit dem
Rugenberger Hafen und
diente als Zugang zum Waltershofer Hafen.
Die
Schleuse ist
150 Meter lang
und
18 Meter breit.
Sie war wichtig für kleinere Schiffe sowie Schlepp- und
Schubverbände, die hier abseits der starken Elbströmung
sicher passieren konnten.
Bis
2012
nutzten jährlich bis zu
22.000 Fahrzeuge die
Anlage. Heute wird sie von der
Ellerholzschleuse per
Fernsteuerung überwacht.

Die
Köhlbrandbrücke:
Die
Köhlbrandbrücke
ist seit dem
23. September 1974
ein Wahrzeichen Hamburgs. Sie verbindet die Elbinsel
Wilhelmsburg mit
Waltershof und überspannt den
325 Meter breiten Köhlbrand,
einen Arm der Süderelbe.
Mit
einer
Gesamtlänge von 3.618 Metern
ist sie die
zweitlängste Straßenbrücke Deutschlands.
Ihre beiden
135 Meter hohen Pylone
und die
88 Schrägseile
machen sie zu einem Meisterwerk der Ingenieurskunst. Unter ihr
können Schiffe mit bis zu
53 Metern Höhe passieren.
Die
Brücke wurde am
20. September 1974
durch Bundespräsident Walter Scheel eingeweiht.
Da
die Brücke den Anforderungen des modernen Schiffsverkehrs
nicht mehr genügt, ist ein
Neubau mit 73,5 Metern Durchfahrtshöhe
geplant.

Der
Roßkanal
Der
Roßkanal
verbindet den
Roßhafen
mit der
Süderelbe,
genauer gesagt mit dem
Köhlbrand. Er ist rund
1.300 Meter lang
und im Schnitt
4 Meter tief.
Entstanden ist er
zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Nach dem
Zollanschluss Hamburgs 1888
wurde der Hafen zum
Freihafen erklärt.
Um kleineren Schiffen die Umgehung des Freihafens zu
ermöglichen, legte man verschiedene Wasserwege an – einer
davon war der Roßkanal. So konnten Schiffe die stark befahrene Elbe
und den Zoll meiden und über die hinteren Hafenzufahrten ihr Ziel
erreichen.

Containerterminal Tollerort
Hier sehen
Sie den Containerterminal Tollerort (CTT). Er wurde
1977
eröffnet und gehört
seit
1996 zur HHLA.
Der Terminal liegt in
Steinwerder
und hat eine Fläche von
0,6 Quadratkilometern.
Die
Kaianlage ist 1.205 Meter lang
und bietet Platz für
4 Liegeplätze.
Dort stehen
14 Containerbrücken,
mit denen Schiffe bis zur
Postpanamax-Klasse
abgefertigt werden können. Der
maximale Tiefgang beträgt
15,1 Meter.
Auch die
Bahn spielt hier eine große Rolle: Der
Containerbahnhof verfügt über
5
Gleise, jeweils
720
Meter lang, sodass ganze Züge
direkt beladen werden können.
Bekannt
wurde der Terminal auch durch die Beteiligung des
chinesischen Reedereikonzerns
COSCO.
Ursprünglich waren 35 % geplant, letztlich durfte COSCO jedoch nur
weniger als 25 %
übernehmen. Damit bleibt der operative Betrieb weiter bei der HHLA.
Technische Daten:
Die betrieblichen und technischen Daten des Terminals lauten wie
folgt:
Kaimauer: 1.205 Meter
Liegeplätze: 4
Anzahl Containerbrücken: 14
Anzahl Van Carrier: 61
Anzahl Bahnkräne: 3
Anzahl Gleise: 5
Anzahl Lkw-Spuren: 8, in der Abfertigung 36
292 Anschlüsse für Kühlcontainer

Der Hafen
Willkommen im Hamburger Hafen – dem „Tor zur
Welt“.
Er ist nicht nur groß und beeindruckend,
sondern auch voller Geschichte und moderner Technik.
Der Hafen erstreckt sich über eine Fläche
von mehr als
7.000 Hektar
– das ist so groß wie eine ganze Stadt.
Er ist der
drittgrößte Hafen Europas,
gleich nach Rotterdam
und Antwerpen,
und er verbindet Hamburg mit über
900 Häfen in 170 Ländern.
Jeden Tag
kommen hier die unterschiedlichsten Schiffe an:
kleine Sportboote, große Kreuzfahrtschiffe –
und natürlich die riesigen Containerschiffe.
Diese Frachter sind
140 bis 400 Meter lang.
Manche bringen nur ein paar Hundert
Container, andere bis zu
24.000 Stück.
Würde man all diese
Container hintereinanderstellen,
ergäbe das manchmal eine Länge von über
144 Kilometern!
In
einem Jahr werden hier rund
7,8 Millionen Container
bewegt. Das entspricht einer Kette von
47.000 Kilometern
– einmal um die ganze Erde herum, plus die Entfernung von Hamburg
bis nach Miami (USA, Florida).
Früher, in
den 60er Jahren, sah das ganz anders aus.
Damals arbeiteten noch rund
80.000 Menschen
direkt im Hafen. Das Be- und Entladen war Handarbeit – und es
dauerte oft
1
bis
2
Wochen,
bis ein Schiff wieder komplett beladen war.
Mit der Einführung der Container,
moderner Kräne und Transportfahrzeuge änderte sich alles: Heute sind
nur noch etwa
3.600 Menschen
im Einsatz.
Und mit der weiteren Automatisierung –
gesteuert durch Computer und künstliche Intelligenz – könnte die
Zahl bald auf nur noch
200 Mitarbeiter
reduzieren, derweil sich der Umschlag
verdoppelt hat. Das ist 1/400 !
Der
Hamburger Hafen zeigt sehr deutlich, wie sich die Arbeitswelt
verändert.
Früher saßen in vielen Büros noch ganze
Reihen von Frauen, die Rechnungen per Hand geschrieben und
Buchhaltung mit Stift zu Papier getragen haben. Heute erledigt das
ein einziger Computer.
Während die Bevölkerung in Deutschland
von
70 Millionen in den 60er Jahren
auf heute über
84 Millionen
gewachsen ist, gibt es immer weniger Arbeitsplätze. Das führt zu
neuen Herausforderungen – mehr Arbeitslosigkeit, höhere Sozialkosten
– und gleichzeitig werden die Reichen immer reicher.
Und
so stellt sich die Frage:
Wo liegt der Fehler im System?

Blohm &
Voss
Die
Geschichte von Blohm+Voss beginnt am
5.
April 1877, als
Hermann Blohm und Ernst Voss die Werft auf der Elbinsel
Kuhwerder gründeten. Das erste Schiff war die eiserne Bark
"Flora".
Anfangs
hatten sie kaum Aufträge, da viele Reedereien
lieber in England bauen ließen. Mit dem Bau des Schwimmdocks I
und Reparaturarbeiten ging es bergauf.
1899 lieferte die Werft ihr erstes großes Kriegsschiff, die
SMS Kaiser Karl der Große,
und wurde später zur Hauptwerft für
Schlachtkreuzer.
Während
des Ersten Weltkriegs konzentrierte sich Blohm+Voss auf
den
U-Boot-Bau.
Im Zweiten Weltkrieg gehörte die Werft zu den wichtigsten Lieferanten
von Kriegs- und Handelsschiffen. Dabei wurden auch
Tausende
Zwangsarbeiter,
darunter Häftlinge aus dem KZ Neuengamme, eingesetzt.
Nach
Kriegsende wurde die Werft zunächst demontiert, aber in
den
1950er Jahren
wieder aufgebaut. Sie spezialisierte sich auf
Massengutfrachter, Offshore-Technik und Marineschiffe.
Im Laufe der 2000er Jahre wechselte Blohm+Voss mehrfach den Besitzer.
Seit
2016
gehört sie zur
Lürssen-Gruppe
und ist Teil der
Naval Vessels Lürssen (NVL) Group.
Heute baut die Werft vor allem
Megayachten und Marineschiffe
– und gehört weiterhin zu den bekanntesten Werften Deutschlands.

Bericht
über Blohm und Voss Dock 11
Das
Blohm+Voss Dock 11
wurde
1976
für
90 Millionen D-Mark
gebaut und ist mit
330 Metern Länge
und
58 Metern Innenbreite
das
größte Schwimmdock Europas.
Es kann Schiffe von bis zu
300 Metern Länge
aufnehmen.
Das
Schwimmdock funktioniert so: Die 10m hohe Kammer unterm Dock
wird mit Wasser geflutet, das Dock sinkt ab
und das Schiff wird mittels Schleppern hereingezogen und mit
Leinen befestigt. Danach werden die Kammern
leergepumpt, das Dock hebt sich – und das Schiff liegt
trocken für Reparaturen oder Neubauten.
Für
die Arbeiten stehen mehrere Kräne bereit, darunter
2 mit
10 Tonnen und 2
mit
35 Tonnen Hebekraft.
Hier entstehen Neubauten, Lackierungen und Reparaturen aller
Art.
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