Barkassenfahrt
Ohne Speicherstadt



Barkassen
Entdecken Sie die faszinierende Geschichte der Barkassen im
Hamburger Hafen! Seit über 100 Jahren sind diese traditionellen
Wasserfahrzeuge Teil des maritimen Erbes. Ursprünglich von
Dampfmaschinen angetrieben, transportierten sie einst Arbeiter zu
den Werften und erfüllten Schleppaufträge. Im Laufe der Zeit wurden
sie auf moderne Dieselmotoren umgerüstet. Die Umstellung von
Dampfmaschinen auf Dieselmotoren bei Barkassen erfolgte
hauptsächlich im frühen 20. Jahrhundert, insbesondere in den ersten
Jahrzehnten. Dieser Übergang war Teil der allgemeinen Entwicklung
der Schifffahrtstechnologie, bei der sich der Fokus von Dampfantrieb
auf den effizienteren und weniger wartungsintensiven Dieselantrieb
verlagerte.
Die Einführung von Dieselmotoren brachte mehrere Vorteile mit sich,
darunter eine erhöhte Effizienz, eine einfachere Handhabung und
geringere Betriebskosten im Vergleich zu Dampfmaschinen.
Heute sind nur noch wenige Traditions-Barkassen erhalten, die
liebevoll restauriert wurden und nun im Tourismus eingesetzt werden.
Erleben Sie die nostalgische Atmosphäre an Bord und erkunden Sie den
Hafen aus einer ganz besonderen Perspektive. Tauchen Sie ein in die
Geschichte und genießen Sie eine unvergessliche Fahrt auf einer
dieser charmanten Barkassen!

Rickmer
Rickmers
Die Geschichte der Rickmer Rickmers ist
von einer beeindruckenden Seefahrtsvergangenheit geprägt. Das
majestätische Vollschiff wurde im August 1896 auf der Werft der
Bremerhavener Reederei Rickmer Clasen Rickmers vom Stapel gelassen.
Namensgeber war der Enkel des Reeders, Rickmer Rickmers, der später
selbst eine bedeutende Rolle in der maritimen Geschichte einnahm.
Das Schiff begann seine erste Reise nach
Hongkong und transportierte Reis und Bambus zurück nach Deutschland.
Unter der Führung von Kapitän Hermann Hinrich Ahlers und einer
21-köpfigen Besatzung unternahm die Rickmer Rickmers zwölf
Rundreisen, die sie vor allem in die Vereinigten Staaten und nach
Fernost führten. Doch auch schwere Zeiten blieben nicht aus: 1904
verlor das Schiff während eines Orkans im Indischen Ozean, den
berüchtigten "Schwarzen Südostwind", seinen Kreuzmast, konnte aber
von der tapferen Besatzung nach Kapstadt gerettet werden, wo es zur
Bark umgetakelt wurde.
1912 erwarb die Hamburger Reederei Carl
Christian Krabbenhöft das Schiff und gab ihm den Namen "Max". In den
darauffolgenden Jahren wurde die Rickmer Rickmers für den
Kohletransport von Wales nach Chile und den Salpetertransport von
Chile nach Europa genutzt. Doch der Ausbruch des Ersten Weltkriegs
brachte das Schiff vor den neutralen Azoren vor Anker, wo es am 23.
Februar 1916 von den portugiesischen Streitkräften konfisziert
wurde. Unter dem Namen "Flores" transportierte es fortan Kriegsgüter
für Großbritannien.
Nach einem Umbau erhielt das Schiff 1924
den Namen "Sagres" und diente als Segelschulschiff der
portugiesischen Marine. Mit zwei zusätzlichen Diesel-Hilfsmotoren
ausgestattet, gewann die Sagres 1958 die Regatta Tall Ships’ Races.
Doch ihre Zeit als Segelschulschiff endete 1962, als die jetzige
Sagres in Dienst gestellt wurde. Fortan lag der Dreimaster als
Depotschiff mit dem Namen "Santo André" im Marinehafen Alfeite bei
Lissabon.
Glücklicherweise konnte die Rickmer
Rickmers vor dem Vergessen bewahrt werden. 1974 wurde der Verein
"Windjammer für Hamburg" gegründet, um die maritime Vergangenheit
Hamburgs lebendig zu halten. Der Verein erlangte 1983 das
heruntergekommene Schiff im Austausch gegen eine Yacht. Nach einer
aufwendigen Restaurierung wurde die Rickmer Rickmers schließlich als
Museumsschiff an den Hamburger Landungsbrücken zu neuem Leben
erweckt.
Heute können Besucher das eindrucksvolle
Museumsschiff besteigen und bis zu 30 Meter Höhe am stehenden Gut
klettern, um einen atemberaubenden Ausblick zu genießen. Die Rickmer
Rickmers erinnert an eine Zeit, als die Segelschifffahrt eine
bedeutende Rolle im Handel und Transport spielte, und hält die
Erinnerung an Hamburgs maritime Geschichte lebendig.

Cap San
Diego
Das Motorschiff Cap San Diego ist das
größte betriebsfähige Museumsfrachtschiff der Welt, mit Liegeplatz
an der Überseebrücke im Hamburger Hafen und gehört zur ersten
Cap-San-Klasse. Dieser Stückgutfrachter wurde im August 1961 von der
Deutschen Werft AG in Hamburg für die Reederei Hamburg Süd erbaut
und trug den Namen Cap San Diego nach einem Kap auf der Isla de los
Estados in Feuerland. Es war das letzte Schiff einer Serie
baugleicher Stückgutfrachter und wurde aufgrund seiner eleganten
Form auch "Die weißen Schwäne des Südatlantiks" genannt.
Das Motorschiff Cap San Diego war ein
Höhepunkt des mechanisierten Frachtschiffbaus in Deutschland und
zeichnete sich durch eine breite Vielfalt an Berufsbildern aus, die
in der Frachtschifffahrt entwickelt wurden. Das Schiff verfügte über
sechzehn Ladebäume, zwei Bordkranen und einen Schwergutbaum sowie
fünf Laderäume mit bis zu drei Zwischendecks. Zwei der Laderäume
waren als Kühlladeräume für den Transport von Kühlgütern
eingerichtet. Zusätzlich hatte das Schiff sechs beheizbare Ladetanks
für den Transport von Süßölen.
Die Cap San Diego diente im Liniendienst
nach Südamerika und transportierte eine Vielzahl von Gütern,
darunter Maschinen, Chemikalien, Automobile, Fleisch, Kaffee, Obst,
Textilien und vieles mehr. Für Passagiere bot das Schiff luxuriöse
Annehmlichkeiten, die normalerweise nur auf Passagier- und
Kombischiffen zu finden waren. Das separate Passagierdeck verfügte
über eine Lounge, einen Speisesaal und sogar ein Außenschwimmbad mit
Poolbar.
Mit dem Aufkommen von Containerschiffen
wurden viele Stückgutfrachter, einschließlich der Cap San Diego, in
den 1980er Jahren außer Dienst gestellt. Das Schiff wurde vor der
Verschrottung gerettet und 1987 von der Stiftung Hamburger
Admiralität GmbH übernommen, die es zu einem beeindruckenden
Museumsschiff umwandelte. Seitdem zieht die Cap San Diego jährlich
rund 100.000 Besucher aus aller Welt an. Das Museumsschiff zeigt
nicht nur die eindrucksvolle Schifffahrtsgeschichte, sondern
beherbergt auch Wechselausstellungen und bietet mietbare
Veranstaltungsräume.
Die Cap San Diego hat sich zu einem
attraktiven Anziehungspunkt entwickelt und bietet neben dem Museum
auch Gastronomie und einen kleinen Hotelbetrieb. Besucher haben die
Möglichkeit, in den acht Kabinen des Schiffes zu übernachten. Zudem
werden bis zu zehn Gästefahrten jährlich angeboten, die verschiedene
Ziele entlang der Nordseeküste ansteuern.
Die ehemalige Ladeluke 4 des Schiffes
wurde zu einem Escape Game mit vier Spielräumen umgestaltet, und auf
dem Deck kann man sich im deutschlandweit einzigen Kletterpark auf
dem Wasser beweisen.
Die Cap San Diego hat ihren Platz in der
maritimen Geschichte gefunden und bleibt ein faszinierendes Zeugnis
der Vergangenheit, das Besucher jeden Alters in die Welt der
Seefahrt eintauchen lässt.

Feuerschiff
Im malerischen Hamburger Sportboothafen
thront das imposante Feuerschiff und erfüllt eine bedeutende Aufgabe
als Hüter der Hafeneinfahrt. Dieses maritime Juwel spielte eine
entscheidende Rolle für die Sicherheit der Schifffahrt und fügt
gleichzeitig einen Hauch von Nostalgie und Charakter zu diesem
belebten Hafenbereich hinzu.
Was das Feuerschiff im Hamburger City
Sportboothafen so besonders macht, ist die einzigartige Kombination
aus funktionaler Bedeutung und historischem Erbe. Viele dieser
Schiffe tragen eine reiche maritime Geschichte in sich, die bis in
vergangene Jahrzehnte zurückreicht. Sie erzählen die Legenden der
Seefahrer und erinnern an die Bedeutung der maritimen Sicherheit in
längst vergangenen Zeiten.
Abgesehen von seiner funktionalen Rolle
strahlt das Feuerschiff eine besondere Faszination für Einheimische
und Touristen aus. Die markante Silhouette und die Verbindung zur
maritimen Geschichte Hamburgs machen es zu einem beliebten Fotomotiv
und einem Ort, der Neugierde weckt.
Das Feuerschiff, auch als "Trinity House
LV13" (Lightvessel 13) bekannt, wurde im Jahr 1952 auf der Werft
Philips & Son in Dartmouth fertiggestellt in Dienst gestellt. Es
diente 36 Jahre lang als unverzichtbarer Bezugspunkt für Kapitäne,
die die Humber-Mündung an der Ostküste Englands ansteuerten. Dieses
Feuerschiff war mit einer Vielzahl von Lichtern, Nebelhörnern und
Glocken ausgestattet, um bei schlechten Sichtverhältnissen und in
der Nacht die Navigation der fremden Schiffe zu erleichtern. Die
charakteristische Silhouette mit dem hoch aufragenden Leuchtturm und
seinen Lichtsignalen, war ein beruhigender Anblick für Seeleute, die
sich den gefährlichen Gewässern näherten.
Am 10.03.1989 wurde das Feuerschiff außer
Dienst gestellt und durch eine Großtonne ersetzt. Am 21. Juni 1991
erwarb Kapitän Wulf Hoffmann das Schiff für 30.000 Pfund und ließ es
zwischen November 1992 bis November 1993 auf der Schiffswerft Jöhnk
(Harburg / Stader Stadthafen) zum Restaurantschiff umbauen.
Seit November 1993 liegt das
"Feuerschiff" nun im Hamburger City Sportboothafen als ein sehr
angesehenes Restaurant, Museum und kleines Hotel. Ich empfehle
unbedingt vorher einen Platz zu reservieren, da das Restaurant meist
immer ausgebucht ist.

Die Elbphilharmonie
Die Elbphilharmonie, auch liebevoll als
"Elphi" bezeichnet, ist ein im November 2016 fertiggestelltes
Konzerthaus in Hamburg, Deutschland. Sie wurde mit dem Ziel erbaut,
ein neues Wahrzeichen der Stadt und ein Kulturdenkmal für alle zu
schaffen. Das Gebäude, entworfen vom Basler Architekturbüro Herzog &
de Meuron, befindet sich im Stadtteil HafenCity am rechten Ufer der
Norderelbe am Großen Grasbrook, zwischen den Mündungen der
Hafenbecken Sandtorhafen und Grasbrookhafen.
Die Idee für die Elbphilharmonie geht auf
eine 2001 vorgestellte Initiative des Hamburger Projektentwicklers
Alexander Gérard zurück. Der Bau wurde 2007 von der Bürgerschaft
unter Bürgermeister Ole von Beust beschlossen. Die Freie und
Hansestadt Hamburg war Teilgesellschafter und Hauptfinanzier der
Elbphilharmonie Bau KG, die das Gebäude im Auftrag der Stadt durch
den Baudienstleister Hochtief errichtete.
Ursprünglich für das Jahr 2010 geplant,
verzögerte sich die Fertigstellung des Gebäudes mehrmals, und die
Baukosten stiegen erheblich. Am Ende betrugen die Baukosten rund 866
Millionen Euro, statt der ursprünglich veranschlagten 186 Millionen
Euro. Von den Baukosten übernam Hamburg 789 Millionen Euro.
Das Konzerthaus hat eine Höhe von 110
Metern und verfügt über 26 Etagen. Die Gesamtnutzungsfläche beträgt
etwa 125.512 Quadratmeter. Die Struktur des Gebäudes besteht aus
Stahlbeton und einer Glasfassade. Es umfasst einen Großen
Konzertsaal mit 2100 Sitzplätzen, einen Kleinen Saal mit 550 Plätzen
und ein Kaistudio 1 mit 170 Sitzplätzen. Die Akustik des Großen
Saals wurde mit Hilfe des renommierten Akustikers Yasuhisa Toyota
entwickelt.
Ein herausragendes Merkmal der
Elbphilharmonie ist die öffentlich zugängliche Plaza, die sich
zwischen dem Backsteinsockel des Kaispeichers und dem Glasaufbau in
37 Metern Höhe befindet. Von hier aus hat man einen atemberaubenden
Blick über die Norderelbe, den Hafen und die Innenstadt.
Das Gebäude beherbergt auch das
Vier-Sterne-Plus-Hotel "The Westin Hamburg" mit 244 Zimmern, das von
der Marriott International betrieben wird. Außerdem gibt es
gastronomische Einrichtungen, darunter das Restaurant "Störtebeker",
das von der Störtebeker Braumanufaktur in Zusammenarbeit mit der
east Hotel & Restaurant GmbH betrieben wird.
Ein weiteres Highlight ist die
Konzertorgel im Großen Saal, die von der Orgelbaufirma Johannes
Klais Orgelbau erbaut wurde. Sie verfügt über 69 Register mit
insgesamt 4.765 Pfeifen und zwei Spieltische.
Die Elbphilharmonie ist nicht nur ein
kulturelles Highlight, sondern auch ein wichtiger Teil des
städtischen Marketings für Hamburg und die HafenCity. Die Eröffnung
wurde von umfangreichen Kampagnen begleitet, um die internationale
Wahrnehmung der Stadt zu stärken.
Die Elbphilharmonie ist ein
beeindruckendes Beispiel moderner Architektur, das Hamburg zu einem
bedeutenden kulturellen und architektonischen Zentrum macht. Trotz
der Herausforderungen im Bauverlauf und den gestiegenen Kosten hat
sich das Konzerthaus zu einem stolzen Wahrzeichen der Stadt
entwickelt und zieht Besucher aus der ganzen Welt an.

Hywax
GmbH
Die Hywax GmbH ist ein integraler Bestandteil der internationalen AWAX
Group, die über ungefähr 700 Mitarbeiter verfügt. Im im Hamburger
Hafen Standort engagieren sich etwa 350 Mitarbeiter und 16
Auszubildende für die Herstellung eines vielfältigen Sortiments an
Paraffinwachsen, sowohl auf mineralischer als auch synthetischer
Basis. Zusätzlich produzieren man Wachsemulsionen sowie Vaseline.
Weitere Produktionsanlagen für Emulsionen sind in Linz, Österreich,
und Birkenhead, Großbritannien, ansässig.
Die große Produktpalette findet global Anwendung in
unterschiedlichen verarbeitenden Industriezweigen. Hierzu gehören
beispielsweise heiße Schmelzkleber, die Papier- und
Verpackungsindustrie, Farb- und Lackherstellung, Kosmetika und
pharmazeutische Produkte, Holzwerkstoffe, Kerzen sowie auch im
Straßenbau.

HafenCity Hamburg
Die HafenCity Hamburg ist zweifellos eine der beeindruckendsten
städtischen Entwicklungen Europas. Das Projekt repräsentiert nicht
nur Hamburgs Streben nach Modernität und Nachhaltigkeit, sondern
auch seine Fähigkeit, Historie und Innovation in Einklang zu
bringen.
Geschichtlicher Hintergrund
Die Geschichte der HafenCity reicht weit zurück. Das Gebiet, das
heute als HafenCity bekannt ist, war einst ein wichtiger Teil des
Hamburger Hafens und diente als Lager- und Handelszentrum. Mit der
Zeit änderten sich jedoch die Anforderungen an den Hafen, und viele
dieser Gebäude und Lager wurden überflüssig.
Projektbeginn
Die Idee zur Umwandlung dieses Gebiets in einen modernen städtischen
Raum entstand in den frühen 2000er Jahren. Die offizielle Bauphase
begann 2003, und seitdem hat sich die HafenCity kontinuierlich
entwickelt. Die Entwicklung wird voraussichtlich bis in die 2030er
Jahre andauern.
Fakten und Zahlen
Die Hafen City ist das größter innerstädtische Bauprojekt Europas
und erstreckt sich über eine Fläche von etwa 157 Hektar, was
ungefähr der Größe von 200 Fußballfeldern entspricht.
Sie liegt zwischen der berühmten Elbphilharmonie und den
Norderelbbrücken, wo insgesamt etwa 6,000 bis 7,000 Wohnungen in der
HafenCity entstehen, die Platz für etwa 15,000 bis 20,000 Menschen
bieten.
Das Projekt umfasst eine Vielzahl von Gebäuden, darunter
Wohngebäude, Bürogebäude, kulturelle Einrichtungen, Restaurants,
Geschäfte, das größte Maritime Museum der Welt, mit seiner
umfangreichen Sammlung von maritimen Artefakten aus der ganzen Welt
und vieles mehr.

Hafenbereich O’Swaldkai
Die Hafen- und Logistikgesellschaft Hamburg (HHLA) betreibt die
Terminalanlagen, ebenso wie die dazugehörige Unikai Lagerei- und
Speditionsgesellschaft, die zur HHLA gehört.
Geschichte
Am Hafenbereich O’Swaldkai auf dem Kleinen Grasbrook, südlich der
Norderelbe und an der Nordseite des Hansahafens, der Ende des 19.
Jahrhunderts entstand, sind etwa 1000 Angestellte auf einer Fläche
von 75 Hektar damit beschäftigt, Logistikdienstleistungen
abzuwickeln. An den Kaimauern werden hauptsächlich Kühlwaren
behandelt, ebenso RoRo- und ConRo-Schiffe. Zudem spielen
Projektfrachten und Forstprodukte eine bedeutende Rolle.
RoRo-Terminal
Die umgeschlagenen Güter beinhalten vorrangig Container,
Projektfracht, Schwergut sowie RoRo-Fracht in Form von Autos und
Lastwagen, aber auch Anhänger. Zudem erfolgt in kleinerem Maßstab
der Umschlag von Holz und anderen konventionellen Stückgütern. Es
stehen zwei Liegeplätze zur Verfügung, mit einer maximalen Tiefe von
11,5 Metern und einer Gesamtkailänge von 800 Metern. Die
Terminalfläche erstreckt sich über 800.000 Quadratmeter. Für den
Umschlag stehen zwei Containerbrücken und ein mobiler Hafenkran mit
einer Tragfähigkeit von bis zu 104 Tonnen zur Verfügung.

Der
Elbtower
Ein Wolkenkratzer-Projekt in Hamburg
Der Elbtower ist ein geplantes
Hochhausprojekt im östlichen Teil der HafenCity in Hamburg. Die
Finanzierung und Realisierung dieses etwa 950 Millionen Euro teuren
Bauprojekts soll durch die Signa Prime Selection AG erfolgen, eine
Tochtergesellschaft der Signa Holding.
Mit einer geplanten Höhe von 245 Metern
und 64 Stockwerken wäre der Elbtower das mit Abstand höchste
konventionelle Gebäude in Hamburg und bundesweit das dritthöchste,
nach dem Commerzbank Tower und dem Messeturm in Frankfurt am Main.
Der Entwurf stammt von Christoph Felger aus dem Büro des britischen
Architekten David Chipperfield, der bereits das niedrigere
Hochhausprojekt Empire Riverside Hotel in Hamburg realisiert hat.
Standort
Das Gebäude soll an einem markanten
Standort am Nordufer der Norderelbe entstehen und den Zugang zur
Innenstadt markieren. Der Standort wird von der Freihafenelbbrücke
und den Eisenbahnbrücken im Westen sowie der Billhorner Brücke und
der Neuen Elbbrücke im Osten begrenzt. Er liegt unmittelbar am
Bahnhof Hamburg Elbbrücken.
Baubeschreibung
Der Elbtower hat die Form eines
gleichschenkligen, rechtwinkligen Dreiecks, wobei die Hypotenuse
parallel zum Ufer des Oberhafenkanals im Nordosten verläuft und die
Katheten im Westen und Süden liegen. Der Entwurf umfasst einen
Sockel mit vier bis fünf Geschossen, auf dem sich sechs bis sieben
weitere Geschosse entwickeln. Im Südosten des Gebäudes erstreckt
sich ein schlanker, rund 64-stöckiger Turm. Die obersten acht
Stockwerke des Turms weichen nach Nordosten zurück. Die komplexe
Form des Gebäudes ergibt unterschiedliche städtebauliche Wirkungen.
Nutzung
Die Bruttogeschossfläche beträgt etwa
160.000 m², wovon etwa 122.000 m² oberirdisch liegen. Davon sind
77.000 Quadratmeter Bürofläche auf 48 Stockwerke verteilt. Das Nobu
Hotel, gegründet von Robert De Niro, und ein dazugehöriges
Restaurant werden sich auf mehreren Etagen im Elbtower befinden.
Öffentlich zugängliche Bereiche umfassen Wein- und
Feinkostgeschäfte, Galerien, Cafés und Bistros sowie einen Gym und
Spa. Eine Aussichtsplattform in der 55. Etage wird ebenfalls
öffentlich zugänglich sein.
Geschichte
Das Projekt wurde erstmals im März 2017
auf der Immobilienmesse MIPIM vorgestellt. Der Bauantrag wurde im
Dezember 2020 eingereicht und der Bebauungsplan im Januar 2021
genehmigt. Die Fertigstellung ist für Anfang 2026 geplant. Bis Ende
Juli 2023 erreichte der Rohbau eine Höhe von etwa 60 Metern, und bis
Ende 2023 soll eine Höhe von 100 Metern erreicht werden.

Musicals im Hamburger Hafen:
*
Magische Unterhaltung vor maritimer Kulisse
Der Hamburger Hafen ist nicht nur ein
geschäftiger Umschlagplatz für Waren aus aller Welt, sondern auch
eine Bühne für künstlerische Darbietungen und kulturelle Ereignisse.
Inmitten dieser lebendigen Atmosphäre haben sich zwei Musicals
etabliert, die sowohl Einheimische als auch Touristen gleichermaßen
in ihren Bann ziehen. "Der König der Löwen" und "Die Eiskönigin" –
zwei unvergessliche Produktionen, die nicht nur für ihre
beeindruckenden Aufführungen, sondern auch für ihre einzigartigen
Spielstätten bekannt sind.
Der
König der Löwen
Basierend auf dem gleichnamigen
Disney-Zeichentrickfilm entführt das Musical "Der König der Löwen"
die Zuschauer in die faszinierende Welt der afrikanischen Savanne.
Das Besondere an dieser Produktion ist nicht nur die mitreißende
Musik von Hanz Zimmer mit Elton John und den Texten von Tim Rice,
sondern auch das einzigartige Theater, in dem das Stück aufgeführt
wird. Das "Stage Theater im Hafen" ist extra für diese Show erbaut
worden und bietet Platz für rund 2.000 Zuschauer.
Das Theater selbst beeindruckt mit einer
imposanten Architektur, die von einem baumförmigen Dach dominiert
wird, das sich majestätisch über dem Zuschauerraum ausbreitet. Die
Bühne ist vielfältig und farbenfroh gestaltet, und durch
ausgeklügelte Technik werden die Charaktere des König der Löwen zum
Leben erweckt. Die aufwendigen Masken und detailreichen Kostüme
entführen die Zuschauer in die Welt von Simba, Mufasa, Nala, Scar
und Co. Ein Hauch von afrikanischer Magie liegt in der Luft, wenn
die Darsteller zu den Klängen von "Circle of Life" über die Bühne
schreiten.
Die
Eiskönigin
Ein Zauberhaftes Musicalerlebnis für
die ganze Familie
Seit seiner Premiere hat das Musical "Die
Eiskönigin" die Herzen von Jung und Alt erobert. Basierend auf dem
beliebten Disney-Animationsfilm "Die Eiskönigin - Völlig
unverfroren" entführt diese zauberhafte Bühnenproduktion die
Zuschauer in die märchenhafte Welt von Arendelle. Mit mitreißenden
Melodien, beeindruckenden Bühnenbildern und einer fesselnden
Geschichte begeistert das Musical sein Publikum auf der ganzen Welt.
Die Handlung:
Das Musical "Die Eiskönigin" erzählt die
bewegende Geschichte der Schwestern Anna und Elsa. Elsa, die ältere
der beiden, besitzt magische Kräfte, mit denen sie Eis und Schnee
erschaffen kann. Doch nach einem tragischen Unfall, bei dem sie ihre
Schwester Anna beinahe verletzt, verschließt Elsa ihr Herz und ihre
Kräfte vor der Außenwelt. Dadurch entfremden sich die Schwestern
voneinander, und Arendelle versinkt in einem ewigen Winter.
Anna, die mutige und liebenswerte jüngere
Schwester, macht sich auf die Suche nach Elsa, um die Kälte und das
Eis zu beenden und die Harmonie in ihr Königreich zurückzubringen.
Auf ihrer Reise trifft sie auf den charmanten Kristoff, sein treues
Rentier Sven und den lustigen Schneemann Olaf. Gemeinsam stellen sie
sich den Herausforderungen der eisigen Landschaft und den magischen
Abenteuern, die vor ihnen liegen. Es ist eine Geschichte über Liebe,
Opferbereitschaft, Selbstakzeptanz und den Wert wahrer Freundschaft.
Die Musik:
Die Musik ist zweifellos einer der
Höhepunkte dieses Musicals. Mit den mitreißenden Melodien von
Oscar-Gewinnerin Kristen Anderson-Lopez und Robert Lopez werden die
Emotionen der Charaktere eindrucksvoll vermittelt. Hits wie "Lass
jetzt los" (im Original: "Let It Go") sind längst zu Klassikern
avanciert und berühren die Herzen der Zuschauer. Die mitreißenden
Gesangseinlagen und energiegeladenen Choreografien machen das
Musical zu einem mitreißenden Spektakel für die Sinne.
Bühnenbild und Effekte:
Die Bühnenbilder und Spezialeffekte in
"Die Eiskönigin" sind atemberaubend. Von der schneebedeckten
Landschaft des Königreichs Arendelle bis hin zu den beeindruckenden
magischen Momenten, in denen Elsa ihre Kräfte einsetzt, wird das
Publikum in eine faszinierende Welt voller Fantasie entführt. Die
Kostüme sind detailreich gestaltet und spiegeln die Charaktere
perfekt wider, was das Eintauchen in die Geschichte noch intensiver
macht.
Beliebtheit und globales
Phänomen:
Seit seiner Premiere hat sich "Die
Eiskönigin" zu einem globalen Phänomen entwickelt. Die Faszination
für die Charaktere und ihre Abenteuer hat Menschen auf der ganzen
Welt vereint. Das Musical wurde in zahlreichen Ländern aufgeführt
und begeisterte ein internationales Publikum. Die zeitlose
Geschichte und die mitreißende Musik haben dazu beigetragen, dass
"Die Eiskönigin" zu einem der erfolgreichsten Musicals aller Zeiten
wurde.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass
das Musical "Die Eiskönigin" ein zauberhaftes und unvergessliches
Erlebnis für die ganze Familie bietet. Mit seiner bewegenden
Geschichte, den mitreißenden Melodien und den beeindruckenden
Bühneneffekten entführt es die Zuschauer in eine magische Welt
voller Emotionen. Egal, ob man ein Fan des Films ist oder die
Geschichte zum ersten Mal erlebt, "Die Eiskönigin" berührt die
Herzen und bleibt noch lange nach dem Vorhangfall in Erinnerung.
Beide Musicals sind nicht nur für ihre
exzellenten Darsteller und mitreißenden Geschichten bekannt, sondern
auch für ihre professionelle Inszenierung und technische Raffinesse.
Sie bieten Unterhaltung für die ganze Familie und sind ein fester
Bestandteil der Hamburger Kulturlandschaft geworden.
Die Musicals im Hamburger Hafen haben
sich zu Publikumsmagneten entwickelt und locken Besucher aus aller
Welt an. Sie bereichern nicht nur das kulturelle Angebot der Stadt,
sondern bieten auch die Möglichkeit, einen Besuch im Hamburger Hafen
mit einem unvergesslichen Theatererlebnis zu verbinden. Ob jung oder
alt, Musikliebhaber oder Disney-Fan – die Musicals "Der König der
Löwen" und "Die Eiskönigin" garantieren einen unvergesslichen Abend
inmitten der maritimen Kulisse des Hamburger Hafens.

St.
Pauli-Landungsbrücken
Erleben Sie Europas größten schwimmenden
Wasserbahnhof!
Der erste hölzerne Schiffsanleger wurde
bereits im Jahr 1839 erbaut und diente als Anlegestelle für
Dampfschiffe der Überseelinien, darunter auch die berühmten
HAPAG-Linienschiffe. Sie transportierten damals die Auswanderer nach
Afrika und Amerika. Heute legen hier nur noch die HADAG-Fähren und
die Helgoland-Linie ab.
Der Pontonanlage ermöglichte das bequeme
Beladen der Schiffe mit Kohle und gewährleistete ausreichenden
Sicherheitsabstand aufgrund der Brandgefahr. Ab Mai 1907 bis 1911
wurde die 688 Meter lange Anlegestelle durch schwimmende
Metallpontons ersetzt. Davon zerbommten die Aleirten bei der
Operation Gromorra die Hälfte. Zwischen 1953 und 1976 während des
Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg, wurde alles neu errichtet.
Neben dem beeindruckenden Wasserbahnhof
finden Sie an den Landungsbrücken eine Vielzahl von Restaurants,
Cafés, Eisläden und Souvenirgeschäften. Hier können Sie auch
Schifffahrten mit verschiedenen Reedereien unternehmen. Zudem bieten
zwei Museumsschiffe spannende Einblicke in die maritimen Traditionen
der Region. Für Musical-Besucher gibt es einen bequemen Transfer von
den Landungsbrücken zu den Veranstaltungsorten.
Oberhalb der Landungsbrücken finden Sie
den U-Bahnhof U3 Barmbek -> Wandsbek-Gartenstadt sowie S-Bahn und
Buslinien, die eine bequeme Anbindung an die Umgebung bieten.
Erleben Sie das maritime Flair und die
faszinierende Geschichte des größten schwimmenden Wasserbahnhofs
Europas!

Der Alte Elbtunnel
Entdecken Sie den historischen Alten
Elbtunnel und seine Rolle bei der Bewältigung des steigenden
Verkehrsaufkommens auf der Norderelbe!
Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde nach
einer dauerhaften technischen Lösung für die Überquerung der Elbe
gesucht. Der Hintergrund war das immense Wachstum des Hamburger
Hafens und die damit verbundenen Verlagerungen auf die
gegenüberliegende Elbseite. Man erhoffte sich eine Reduzierung der
Behinderungen der Schifffahrt durch kreuzende Hafenfähren und eine
verbesserte Anbindung der großen Werften auf Steinwerder, wie Blohm
& Voss, AG Vulcan und der Reiherstiegwerft, sowie der
Umschlagsplätze in den neu entstandenen Hafenbecken im Bereich des
Freihafens. Die bestehenden Fährlinien der HADAG seit 1888 konnten
den während der Schichtwechsel entstehenden Strom der Arbeiter nicht
bewältigen. Im Jahr 1895 waren insgesamt 20.000 Werftarbeiter und
25.000 Hafenarbeiter im Hamburger Hafen beschäftigt. Viele konnten
sich die Fähren finanziell nicht leisten oder der Betrieb war
witterungsbedingt, insbesondere im Winter bei Schnee und Eis,
eingeschränkt.
Der Bau des Alten Elbtunnels fand von
1908 bis 1911 statt und kostete 10,7 Millionen Goldmark. Seit der
Eröffnung im Jahr 1911 erstreckt sich der Tunnel unter der
Norderelbe über eine Länge von 426,5 Metern und einer Tiefe von 24
Metern. Er verbindet mit zwei Tunnelröhren die nördliche Hafenkante
bei den St. Pauli-Landungsbrücken mit der Elbinsel Steinwerder. Im
Inneren befinden sich historische Fahrstühle - vier für Fahrzeuge
und zwei für Fußgänger. Dadurch wird er sowohl von Fußgängern und
Radfahrern als auch eingeschränkt von Autos als öffentliche
Verkehrsverbindung genutzt.
Seit 2003 steht der Alte Elbtunnel unter
Denkmalschutz und ist ein beeindruckendes Zeugnis vergangener
Zeiten.

Die
Hafenstraße in Hamburg
Ein Ort mit Geschichte und
Kontroversen
Die Hafenstraße in Hamburg ist zweifellos
eine Straße mit einer reichen Geschichte und einer komplexen
Gemengelage von sozialen und politischen Herausforderungen. Gelegen
im Stadtteil St. Pauli, nahe den berühmten Landungsbrücken und dem
Hamburger Hafen, hat die Hafenstraße im Laufe der Jahre eine
bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen.
Geschichte und soziale Unruhen
Ursprünglich als bürgerliche Wohngegend
im 19. Jahrhundert geplant, veränderte sich die Hafenstraße im Laufe
der Jahrzehnte. In den 1960er und 1970er Jahren wurden viele der
Gebäude von ihren ursprünglichen Besitzern verlassen und gerieten in
Verfall. Gleichzeitig explodierten die Mietpreise in anderen Teilen
von St. Pauli, was dazu führte, dass sich Menschen mit geringerem
Einkommen in der Hafenstraße niederließen.
In den 1980er Jahren eskalierte die
Situation dramatisch. Hausbesetzer und sozial engagierte Bürgerinnen
und Bürger kämpften für den Erhalt der Gebäude und forderten
bezahlbaren Wohnraum für alle. Die Unzufriedenheit und die
Forderungen der Menschen in der Hafenstraße fanden immer mehr Gehör.
Im Jahr 1981 führte ein Versuch der Polizei, die besetzten Häuser zu
räumen, zu heftigen Straßenschlachten zwischen Demonstranten und der
Polizei. Die Hafenstraße wurde deutschlandweit bekannt und zum
Symbol für den Kampf um soziale Gerechtigkeit und bezahlbaren
Wohnraum.
Medienberichte und Polizeieinsatz
Die Ausschreitungen und sozialen Unruhen
in der Hafenstraße wurden von den Medien intensiv begleitet.
Tageszeitungen, Fernsehsender und Radio berichteten ausführlich über
die Ereignisse und die Proteste der Bewohnerinnen und Bewohner. Die
Hafenstraße wurde zum Synonym für die sozialen Probleme, mit denen
viele Städte in Deutschland konfrontiert waren.
Ein besonders markanter Moment war der
sogenannte "Schwarze Freitag" im Mai 1981. An diesem Tag kam es zu
einem Großeinsatz der Polizei, bei dem rund 5.000 Polizisten im
Einsatz waren, um die Ausschreitungen in der Hafenstraße einzudämmen
und die besetzten Häuser zu räumen. Die Bilder von dieser
Konfrontation gingen um die Welt und zeigten die Intensität der
Auseinandersetzungen.
Soziale Umstrukturierung und
Folgen
Nach monatelangen Verhandlungen und
weiteren Protesten gelang es schließlich, einen Kompromiss zu
finden. Ein Teil der besetzten Häuser wurde legalisiert und zu
sozialem Wohnraum umgewandelt. Die Bewohnerinnen und Bewohner
durften bleiben, und die Hafenstraße begann sich zu einem
vielfältigen und lebendigen Viertel zu entwickeln.
Heute ist die Hafenstraße ein Ort der
Vielfalt, der von unterschiedlichen Kulturen und sozialen Schichten
geprägt ist. Die Straße beherbergt zahlreiche Cafés, Restaurants,
kleine Geschäfte und kulturelle Einrichtungen. Sie ist zu einem Ort
der Begegnung und des Austauschs geworden.
Allerdings sind auch neue
Herausforderungen entstanden. Die steigende Attraktivität des
Viertels führte zu einem Anstieg der Mieten und zu
Verdrängungseffekten. Viele Bewohnerinnen und Bewohner stehen erneut
vor der Frage, wie sie bezahlbaren Wohnraum erhalten können und wie
die soziale Struktur des Viertels bewahrt werden kann.
Die Hafenstraße in Hamburg bleibt somit
ein Ort mit einer bewegten Geschichte und einer vielschichtigen
Gegenwart. Sie symbolisiert den Mut und das Engagement vieler
Menschen für soziale Gerechtigkeit und bezahlbaren Wohnraum.
Zugleich steht sie für die andauernden Herausforderungen, denen sich
Städte in Deutschland und weltweit gegenübersehen, wenn es darum
geht, eine faire und nachhaltige Stadtentwicklung zu gewährleisten.

HADAG
Die HADAG - Hamburgische
Dampfschifffahrts-Gesellschaft - hat eine faszinierende
Entstehungsgeschichte, die eng mit ihrer Verbindung zu Helgoland und
dem maritimen Tourismus verbunden ist. Gegründet am 08.08.1888,
begann die HADAG als eine Reederei, die den Personen- und
Warenverkehr in und um den Hamburger Hafen erleichtern sollte.
Eine der bemerkenswertesten
Dienstleistungen der HADAG war die Verbindung nach Helgoland, einer
kleinen Insel in der Nordsee. Das Unternehmen spielte eine wichtige
Rolle bei der Entwicklung des Tourismus auf Helgoland, indem es
Passagiere von Hamburg aus auf die Insel brachte. Mit ihren modernen
und zuverlässigen Schiffen bot die HADAG den Menschen eine bequeme
Möglichkeit, die malerische Insel zu besuchen und die spektakuläre
Küstenlandschaft sowie die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt zu
erkunden.
Ein Höhepunkt in der Geschichte der HADAG
war die Einführung des Schiffes MS Astor. Die MS Astor war ein
Luxuskreuzfahrtschiff, das von der HADAG betrieben wurde und
zahlreiche Passagiere auf unvergessliche Reisen führte. Mit
eleganten Kabinen, exzellentem Service und einem vielfältigen
Unterhaltungsprogramm setzte die MS Astor neue Maßstäbe im maritimen
Tourismus.
Neben dem Schiffverkehr hatte die HADAG
auch eine interessante Verbindung zum Luftverkehr. In den 1920er
Jahren betrieb das Unternehmen eine eigene Fluglinie mit
Wasserflugzeugen. Diese Flugzeuge ermöglichten es den Passagieren,
sowohl über das Wasser als auch durch die Luft zu reisen und
eröffneten neue Perspektiven für den Tourismus in der Region.
Heute ist die HADAG immer noch aktiv und
bietet eine Vielzahl von Fährdiensten und Schiffstouren in und um
Hamburg an. Die Reederei hat ihren Fokus auf Nachhaltigkeit und
umweltfreundlichen Betrieb gelegt, um den wachsenden Anforderungen
des modernen Tourismus gerecht zu werden.
Die HADAG ist ein bemerkenswertes
Beispiel für die Entwicklung des maritimen Transports und des
Tourismus in Hamburg. Von der Verbindung nach Helgoland über das
luxuriöse Kreuzfahrtschiff MS Astor bis hin zu ihren
Wasserflugzeugen hat die HADAG eine reiche Geschichte und hat immer
wieder Innovationen eingeführt, um den Bedürfnissen der Passagiere
gerecht zu werden.
Eine Fahrt mit der HADAG bietet nicht nur
einen praktischen Transportweg, sondern auch die Möglichkeit, die
maritime Atmosphäre und die Schönheit der Gewässer um Hamburg herum
zu genießen. Tauchen Sie ein in die Geschichte und den Charme der
HADAG und erleben Sie eine unvergessliche Reise auf dem Wasser oder
in der Luft.

U-434 in
Hamburg Altona
Die U-434, ein U-Boot des Projektes 641-B "Som" der sowjetischen und
russischen Marine, ist zweifellos ein beeindruckendes Museumsschiff
im Hamburger Hafen. Diese U-Boote, die von der NATO als
"Tango-Klasse" bezeichnet wurden, gehörten zu den weltweit größten
konventionell angetriebenen U-Booten ihrer Zeit. Seit 2002 ist die
U-434 nicht mehr im aktiven Dienst und fungiert nun als fesselndes
Museumsschiff, das eine spannende Geschichte zu erzählen hat.
Technische Daten:
Stapellauf: 29. April 1976
Außerdienststellung: April 2002
Länge: 92 Meter (Lüa)
Breite: 8,6 Meter
Verdrängung: 3.600 Tonnen
Besatzung: 62 Mann
Antrieb:
3 × 1.900 PS Diesel-Hauptmotoren
4 × 140-2.700 PS Elektromotoren
Propeller: 3 Impeller
Geschwindigkeit und Tauchtiefe:
Tauchtiefe: max. 300 Meter
Geschwindigkeit getaucht: 15 Knoten (28 km/h)
Geschwindigkeit aufgetaucht: 13 Knoten (24 km/h)
Bewaffnung:
Die U-434 verfügte über eine beeindruckende Bewaffnung, um ihre
Aufgaben während ihrer aktiven Dienstzeit zu erfüllen.
Dazu gehörten:
6 Torpedorohre mit einem Durchmesser von 533 mm
24 Torpedos, die eine Länge von 8,14 Metern und ein Gewicht von etwa
2 Tonnen hatten
Torpedo-Geschwindigkeit: ca. 60 Knoten
Ladezeit: 6 bis 8 Minuten
Zusätzlich hatte das U-Boot die Fähigkeit, 44 Minen an Bord zu
nehmen
Besonderheiten und Zubehör:
Das Innere der U-434 ist originalgetreu erhalten, und während eines
Besuchs erhalten die Gäste einen einzigartigen Einblick in das Leben
und Arbeiten auf einem sowjetischen U-Boot. Die engen Schlafkojen,
die beengten Arbeitsräume und die technischen Instrumente an Bord
vermitteln einen realistischen Eindruck von den Lebensbedingungen
und Herausforderungen, mit denen die Besatzung konfrontiert war.
Michel Abdollahi's "Käpt'ns
Dinner":
Seit 2016 nutzt der bekannte Moderator Michel Abdollahi die U-434
für seine außergewöhnliche Talkshow "Käpt'ns Dinner". In dieser
einzigartigen Kulisse führt er spannende Gespräche mit seinen Gästen
und verleiht der U-434 eine weitere besondere Bedeutung als
Veranstaltungsort für kulturelle Events.
Die U-434 ist zweifellos ein faszinierendes Museumsschiff mit einer
reichen Geschichte. Ein Besuch an Bord ist nicht nur ein Erlebnis
für Technikbegeisterte und Geschichtsinteressierte, sondern auch für
alle, die sich für die geheimnisvolle Welt der U-Boote
interessieren. Tauchen Sie ein in die Vergangenheit und entdecken
Sie die fesselnde Geschichte der U-434 in Hamburg.

Altonaer Fischmarkt
Der Altonaer Fischmarkt in Hamburg ist
ein geschichtsträchtiger Ort, dessen Gründung bis ins 18.
Jahrhundert zurückreicht. Im Jahr 1703 wurde der Markt gegründet und
entwickelte sich schnell zu einem bedeutenden Handelsplatz für
frischen Fisch und Meeresfrüchte.
Die Gründung des Altonaer Fischmarkts
fiel in eine Zeit, als Altona eine blühende Hafenstadt war. Die Nähe
zur Nordsee und zur Elbe machte den Ort ideal für den Fischfang und
den Handel mit Meeresprodukten. Bereits damals kamen Fischer,
Händler und Käufer aus verschiedenen Regionen zusammen, um ihre
Waren auszutauschen.
Im Laufe der Jahrhunderte hat sich der
Altonaer Fischmarkt weiterentwickelt und ist zu einem wichtigen
Treffpunkt für Einheimische und Touristen geworden. Die Geschichte
seiner Gründung prägt noch heute die Atmosphäre des Marktes und
verleiht ihm einen besonderen historischen Charme.
Heute ist der Altonaer Fischmarkt ein
Ort, an dem man die lebhafte Tradition des Fischhandels erleben
kann. Jeden Sonntagmorgen, zwischen 5:00 bis 9:30 Uhr, erwacht der
Markt zum Leben, wenn Fischer und Händler ihre frischen Produkte
anbieten und Besucher aus aller Welt die Vielfalt der maritimen
Köstlichkeiten entdecken können.
Tauchen Sie ein in die Geschichte und den
lebendigen Charakter des Altonaer Fischmarkts. Erleben Sie die
reiche Tradition dieses historischen Ortes, kosten Sie frischen
Fisch und tauchen Sie ein in die faszinierende Atmosphäre dieses
einzigartigen Marktes. Der Altonaer Fischmarkt ist ein Ort, an dem
Geschichte und kulinarischer Genuss aufeinandertreffen und ein
unvergessliches Erlebnis für Touristen bieten.

Dock 11
von Blohm + Voss
Das Dock 11 von Blohm + Voss in Hamburg ist eines der
beeindruckendsten Trockendocks in Deutschland und hat eine
faszinierende Geschichte. Es wurde im Jahr 1976 für 90 Millionen
fertiggestellt und ist seitdem ein bedeutender Ort für den Schiffbau
und die Reparatur großer Schiffe. Das Dock hat eine lange Tradition
und hat im Laufe der Jahre zahlreiche berühmte Schiffe beherbergt.
Technische Daten:
Das Dock 11 von Blohm + Voss ist beeindruckend groß und verfügt über
imposante technische Eigenschaften. Es hat eine Gesamtlänge von 320
Metern und eine Innenbreite von rund 52 Metern. Mit einer Fläche von
16.640 Quadratmetern bietet das Dock ausreichend Platz für große
Schiffe, bis zu einem Gesamtgewicht von 65.000 Tonnen,
einschließlich großer Kreuzfahrtschiffe und Superyachten.
Besonderheiten:
Eine der bemerkenswertesten Besonderheiten von Dock 11 ist seine
beeindruckende Konstruktion und seine Fähigkeit, Schiffe aus dem
Wasser zu heben und im trockenen Zustand zu reparieren. Dadurch
können Schiffe zur Inspektion und Wartung auf den Dockboden stehen,
wodurch Arbeiten an der Rumpfunterseite, dem Antriebssystem und
anderen wichtigen Komponenten möglich sind.
Zubehör:
Dock 11 ist mit modernem Zubehör und Ausrüstung ausgestattet, um die
Reparatur- und Wartungsarbeiten effizient und professionell
durchzuführen. Dazu gehören 2 x 10 Tonnen und 2 x 35 Tonnen
Laufkräne, Schwerlastausrüstung und andere spezialisierte Werkzeuge,
die für die Arbeit an großen Schiffen unerlässlich sind.

Der alte
Holzhafen
In der Nähe des Altonaer Cruise Centers
und des Fischmarkts liegt der historische Holzhafen, der zwischen
1722 und 1724 errichtet wurde. Heute präsentiert sich dieser
einzigartige Ort mit modernen Wohnungen, exklusiven Büroflächen und
einer vielfältigen Auswahl an gastronomischen Angeboten.
Eine Hafenperle mit reicher
Geschichte
Der Holzhafen zählt zu den ältesten
erhaltenen, künstlich angelegten Hafenanlagen Hamburgs. Seine
Entstehung datiert auf die Jahre 1722 bis 1724. Einst befand sich
direkt westlich der Hafenanlage der bedeutende Altonaer
Fischereihafen, der um die Jahrhundertwende als Deutschlands
wichtigster Fischereihafen galt. Vor rund 150 Jahren entwickelte
sich rund um den Holzhafen eine Art "Altonaer Speicherstadt", in der
unter anderem eine Mälzerei und eine Fischräucherei beheimatet
waren.
Die Seemannsmission
Die Geschichte der Deutschen
Seemannsmission Hamburg-Altona e. V. reicht bis ins Jahr 1902
zurück, als sie unter dem Namen "Altonaer Fischer- und
Schifferstube" in das Vereinsregister eingetragen wurde. Das
markante Etagenhaus in der Großen Elbstraße 132 wurde zwischen 1928
und 1930 nach einem Entwurf von Kurt Stoltenberg erbaut und steht
heute unter Denkmalschutz. Es liegt idyllisch im Stadtteil
Hamburg-Altona-Altstadt direkt an der Elbe und beherbergt
verschiedene Einrichtungen.
In dem Gebäude befindet sich ein Hotel
mit 34 Zimmern, ein Seemannsclub (Kneipe) sowie die Kirche St.
Clemens am Hafen. Diese Einrichtungen sind insbesondere für Seeleute
gedacht, stehen jedoch auch der Öffentlichkeit offen.
Die Seemannsmission Altona ist stolzes
Mitglied im Dachverband Deutsche Seemannsmission e. V. und im
Diakonischen Werk Hamburg. Zugleich ist hier das Seemannspfarramt
der Nordkirche ansässig, das eine wichtige Anlaufstelle für die
Betreuung und Seelsorge der Seeleute ist.
Der Schellfischposten
Im Schellfischposten ist die Zeit
scheinbar stehen geblieben. Das urige Flair des alten Fischmarktes
mit seinen vielen traditionellen Kneipen ist hier noch immer
lebendig.
An den Wänden haben sich im Laufe der
Zeit zahlreiche Fotos von bekannten Schauspielern angesammelt, die
einst als Gäste hier verweilten oder für Dreharbeiten zu Gast waren.
Das genaue Alter der Kneipe ist schwer zu
bestimmen. Sicher ist jedoch, dass der Schellfischposten die letzte
und älteste Seemannskneipe in Hamburg-Altona ist, die seit weit über
100 Jahren besteht. Wenn man auf die Meerjungfrau klickt, öffnet
sich eine kurze Diashow als kleine Demonstration.
Früher wurde der Fisch mit der
sogenannten "Schellfischbahn" vom Fischmarkt zum Altonaer Bahnhof
transportiert. Die Fischerarbeiter fuhren bequem mit der
elektrischen Eisenbahn zur Arbeit und wieder nach Hause. Die
Haltestelle am Fischmarkt nannte sich "Schellfischposten". Der
heutige Schankraum diente damals als Wartezimmer für die Passagiere.
Heute ist der Schellfischposten ein
beliebter Ort für Rundfunk und Fernsehen. So hatten die bekannten
Fernsehserien "Großstadtrevier" oder "Adelheid und ihre Mörder" ihre
Dreharbeiten hier. Auch NDR 90,3 ist regelmäßig zu Gast, um die
älteste Radiosendung der Welt, das "Hamburger Hafenkonzert", von
hier aus in alle Welt zu übertragen. Zudem bietet der
Schellfischposten an einigen Tagen Livemusik für seine Besucher.
Inas Nacht:
Viermal im Jahr wird vor der Kneipe für
etwa eine Woche das Equipment aufgebaut, bestehend aus einem Kran
für die Außenkamera und einem Cateringzelt. Drinnen müssen auf
engstem Raum Ton und Technik für Inas Nacht untergebracht werden.
Schon bei den Proben vor den Aufzeichnungen herrscht reges Treiben.
Der Shantychor steht vor dem geöffneten Kneipenfenster bereit, um
auf Zuruf oder auch spontan bekannte Lieder zum Besten zu geben.
Gleichzeitig befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite in einem
Café die VIP-Lounge, wo die geladenen Gäste, die Band und das
Filmteam von Inas Nacht verweilen.
Die Karten für Inas Nacht mit Ina Müller
sind äußerst begehrt. Doch die Kneipe bietet nur 14 Sitzplätze, und
die Eintrittskarten sind nicht käuflich zu erwerben. Stattdessen
werden sie ausschließlich durch die Produktionsfirma an Verwandte,
Bekannte und Familienmitglieder der Protagonisten vergeben.
Wer jedoch dennoch dabei sein möchte,
kann sich auf dem Platz vor dem Schellfischposten einfinden und die
Show aus der Ferne verfolgen. Der Eintritt ist selbstverständlich
frei.
Die Straßenecke steckt den Trubel mit
Film- und Fernsehteams locker weg, da Hamburg bereits an
Filmaufnahmen gewöhnt ist. Die Seemannskneipe diente schon mehrfach
als Kulisse für Produktionen wie Großstadtrevier und "Adelheid und
ihre Mörder". Wussten Sie außerdem, dass der Radiosender NDR 90,3
regelmäßig aus dem Schellfischposten die älteste Radiosendung der
Welt, das Hamburger Hafenkonzert, überträgt?

Dockland Hamburg
Das Dockland ist ein markantes Gebäude am
Ufer der Elbe in Hamburg und ein absolutes Highlight für Touristen. Mit
seiner einzigartigen Architektur und seiner Lage bietet es einen
atemberaubenden Blick auf den Hafen und die Skyline der Stadt.
Das Gebäude wurde im Jahr 2006 für 35
Millionen €uro fertiggestellt und ist ein beeindruckendes Beispiel für
zeitgenössische Architektur. Es wurde speziell entworfen, um an ein
stilisiertes Schiff zu erinnern und fügt sich perfekt in die maritime
Umgebung ein.
Das Dockland beherbergt Büros und
Unternehmen, aber es ist auch für die Öffentlichkeit zugänglich.
Besucher haben die Möglichkeit, die 137 Stufen zum Aussichtsdeck auf der
Dachterrasse zu steigen, von wo aus sie einen spektakulären
Panoramablick auf den Hafen und die Stadt genießen können. Das
Aussichtsdeck ist kostenlos zugänglich und bietet eine großartige
Möglichkeit, Hamburg aus einer anderen Perspektive zu erleben.
Darüber hinaus gibt es im Dockland ein Café,
in dem man sich entspannen und den Blick auf die Elbe und den
vorbeifahrenden Schiffsverkehr genießen kann. Es ist der ideale Ort, um
eine Pause einzulegen, eine Tasse Kaffee zu trinken und das maritime
Ambiente zu erleben.
Das Dockland ist leicht mit den öffentlichen
Verkehrsmitteln zu erreichen und bietet eine einzigartige Möglichkeit,
die faszinierende Hafenstadt Hamburg zu erkunden. Verpassen Sie nicht
die Gelegenheit, dieses architektonische Juwel zu besuchen und den
atemberaubenden Blick auf den Hafen und die Stadt zu erleben.

Die
Hamburger Faultürme
Standorte und Funktion:
Die Hamburger Faultürme befinden sich auf dem Gelände des Klärwerks
Hamburg und sind über die Stadt verteilt. Sie dienen dazu, den bei
der Abwasserreinigung anfallenden Klärschlamm zu behandeln.
Klärschlamm entsteht als Rückstand bei der Abwasserreinigung und
besteht aus organischen und mineralischen Bestandteilen. Um eine
umweltfreundliche und hygienische Entsorgung sicherzustellen, wird
der Klärschlamm in den Faultürmen behandelt.
Anaerobe Faulung:
Die Faultürme setzen auf das Prinzip der anaeroben Faulung. Dabei
handelt es sich um einen biologischen Abbauprozess, der ohne
Sauerstoff stattfindet. Der Klärschlamm wird in den Türmen unter
Ausschluss von Luft gelagert und von speziellen Bakterien zersetzt.
Diese Bakterien bauen die organischen Bestandteile des Klärschlamms
ab und produzieren dabei Biogas, hauptsächlich Methan. Dieses Biogas
wird gesammelt und weiterverwendet, um erneuerbare Energie zu
erzeugen.
Energiegewinnung:
Die Gewinnung von Biogas aus der anaeroben Faulung ist ein
entscheidender Vorteil der Hamburger Faultürme. Das erzeugte Biogas
wird in dahinterliegendem Blockheizkraftwerken verbrannt, um Strom
und Wärme zu erzeugen. Der erzeugte Strom wird ins öffentliche
Stromnetz eingespeist und deckt einen Teil des Energiebedarfs der
Stadt. Die gewonnene Wärme wird für die Beheizung des Klärwerks und
anderer nahegelegener Einrichtungen genutzt. Durch diese nachhaltige
Energieerzeugung leisten die Faultürme einen wertvollen Beitrag zur
Reduzierung des CO2-Ausstoßes und zur Schonung fossiler Brennstoffe.
Trocken- und Nassfermentation:
Die Faultürme in Hamburg sind sowohl mit einer Trocken- als auch
Nassfermentation ausgestattet. Bei der Trockenfermentation wird der
Klärschlamm in großen Kammern unter Zugabe von Reaktionsmaterial
gelagert, um den Abbau zu fördern. Bei der Nassfermentation hingegen
wird der Klärschlamm in Wasser gelagert. Beide Verfahren haben ihre
Vor- und Nachteile, aber gemeinsam ermöglichen sie eine effiziente
Abfallbehandlung und Biogasproduktion.

Der
Hamburg Radarturm Nr. 172 im Köhlbrandhöft
Der Hamburg Radarturm Nr. 172 im Köhlbrandhöft ist ein wichtiger
Bestandteil der Schifffahrtsüberwachung im Hamburger Hafen. Seine
Hauptfunktion besteht darin, den Wasserpegel und die Gezeiten des
Hafenbeckens genau zu überwachen, um die Sicherheit und Effizienz
des Schiffsverkehrs zu gewährleisten.
Schwatz oder Rot:
Der Radarturm ist mit einer Tafel ausgestattet, auf der der aktuelle
Wasserpegel angezeigt wird. Die Zahlen sind entweder in schwarzer
oder roter Schrift geschrieben. Wenn der Wasserpegel über dem
Nullpunkt liegt, werden die Zahlen in Schwarz angezeigt und wenn der
Wasserpegel unter dem Nullpunkt liegt, werden die Zahlen in roter
Schrift angezeigt.
Die Buchstaben "E" und "F" auf
der Tafel:
Diese Buchstaben geben den Kapitänen und Schiffsführern eine
schnelle visuelle Information über den aktuellen Gezeitenstatus an.
"E" bedeutet das gerade Ebbe herrscht und das Wasser im Hafen
abfließt. Die Ebbe kann die Fahrbedingungen für Schiffe erschweren,
da das Wasser in den Wasserstraßen niedriger ist. In solchen Zeiten
müssen Kapitäne von Schiffen besonders auf die Tiefe der
Wasserstraßen achten, um Grundberührungen zu vermeiden.
"F" steht für Flut und ermöglicht es den Schiffen, leichter in den
Hafen einzufahren und die Wasserstraßen zu nutzen.
Der Hamburg Radarturm Nr. 172 ist einer von insgesamt 28
Radarstationen, die im Hamburger Hafen verteilt sind. Diese
Radarstationen sind strategisch positioniert, um eine umfassende
Überwachung des Schiffsverkehrs, der Gezeiten und anderer wichtiger
maritimer Parameter zu gewährleisten. Durch die präzise Erfassung
und Übermittlung von Daten tragen diese Radarstationen dazu bei, die
Sicherheit und Effizienz des Hafenbetriebs zu erhöhen.
Insgesamt spielt der Hamburg Radarturm Nr. 172 im Köhlbrandhöft eine
entscheidende Rolle bei der sicheren Navigation der Schiffe im
Hamburger Hafen. Die genaue Überwachung des Wasserpegels und der
Gezeiten ermöglicht es den Hafenbehörden, den Schiffsverkehr optimal
zu koordinieren und das Potenzial des Hafens als einen der
bedeutendsten Häfen Europas voll auszuschöpfen.

Große Schlepperbrücke
Die große Schlepperbrücke in Hamburg ist ein beeindruckendes Wahrzeichen
und eine wichtige Verbindung im Hafen der Stadt. Mit ihrer imposanten
Größe und ihrer bedeutenden Geschichte lockt sie Touristen aus aller
Welt an.
Die Brücke wurde erstmals im Jahr 1873 errichtet und hat seitdem eine
zentrale Rolle im Hafengeschehen gespielt. Sie wurde entworfen, um den
Schiffsverkehr entlang der Elbe zu erleichtern und den reibungslosen
Transport von Gütern zu ermöglichen. Im Laufe der Jahre wurde sie
mehrmals erweitert und modernisiert, um den wachsenden Anforderungen
gerecht zu werden.
Die große Schlepperbrücke bietet nicht nur eine beeindruckende Aussicht
auf den Hafen, sondern ist auch ein Symbol für die Bedeutung des
Seeverkehrs für Hamburg. Hier können Sie die vorbeiziehenden Schiffe
beobachten und die pulsierende Energie des Hafens spüren. Die Brücke ist
ein beliebter Ort für Spaziergänge entlang des Wassers und bietet einen
einzigartigen Blick auf das maritime Treiben.
Für Touristen bietet die große Schlepperbrücke die Möglichkeit, die
Geschichte und den Fortschritt des Hafens von Hamburg hautnah zu
erleben. Tauchen Sie ein in die maritime Atmosphäre und lassen Sie sich
von der Faszination des Hafens mitreißen. Die große Schlepperbrücke ist
ein unverzichtbarer Teil einer Hafenrundfahrt oder eines Spaziergangs
entlang der Hafenpromenade.
Besuchen Sie die große Schlepperbrücke und entdecken Sie die Bedeutung
des Hafens für Hamburg. Erfahren Sie mehr über den Schiffsverkehr, den
Handel und die beeindruckende Geschichte dieses wichtigen Wahrzeichens.
Die große Schlepperbrücke ist ein Ort, der die Besucher mit seiner
Schönheit und seiner historischen Bedeutung begeistert.

Neumühlen-Oevelgönne:
Ein malerisches Hafenjuwel in Hamburg
Willkommen in Övelgönne, einem Stadtteil Hamburgs, der mit einer
faszinierenden Geschichte und maritimen Flair aufwartet. Der Name
dieses bezaubernden Stadtteils ist reich an Deutungen und führt uns
in vergangene Zeiten zurück.
Die Bedeutung des Namens "Övelgönne" kann entweder auf die
zwielichtige Einstellung der ersten Bewohner oder auf die schlechte
Bebaubarkeit des Geländes hinweisen. Eine andere Überlieferung
deutet auf die Missgunst der Ottensener Bevölkerung gegenüber den
Övelgönnern hin, die sich dank ihrer flussnahen Wohnlage wertvolles
Strandgut vor anderen aneigneten. Die richtige Schreibweise des
Namens bleibt bis heute Gegenstand lebhafter Diskussionen:
"Oevelgönne" oder "Övelgönne"?
Heute bezieht sich "Övelgönne" auf den herrlichen Abschnitt des
Elbstrands in Hamburg, elbabwärts des Museumshafens Oevelgönne am
Schiffsanleger Neumühlen. Hier säumen zahlreiche alte Häuser, die
einst von Lotsen und Schiffskapitänen bewohnt wurden, den schmalen
Fußgängerweg, der seinen Weg durch den Stadtteil bahnt. Ein echter
Geheimtipp ist die "Himmelsleiter", eine Treppe mit 126 Stufen, die
vom Elbe-Urstromtal den Geesthang hinaufführt und Ihnen einen
atemberaubenden Blick auf die oben liegende Elbchaussee bietet.
Die Geschichte von Övelgönne reicht bis ins Jahr 1674 zurück, als es
erstmals im Kirchenbuch der Gemeinde Ottensen erwähnt wurde. Der
Stadtteil wurde 1731 selbstständig und gehörte nach Bildung der
Kreise in Schleswig-Holstein 1867 zum Kreis Pinneberg. Im Jahr 1890
wurde es in die kreisfreie Stadt Altona eingemeindet.
Ein besonderes Highlight ist der Museumshafen Oevelgönne, der Heimat
einer faszinierenden Ausstellung historischer Wasserfahrzeuge ist.
Der älteste deutsche Museumshafen in privater Trägerschaft
beherbergt verschiedene Wasserfahrzeuge, darunter segelnde
Fischerei- und Frachtfahrzeuge aus der Niederelbe sowie Dampfschiffe
und Hafenfahrzeuge. Ein Blick auf die Schilder am Kai gibt Ihnen
interessante Informationen zu den zeitweise vor Ort liegenden
Schiffen.
Der Strand von Övelgönne ist ein beliebtes Ausflugsziel für die
Hamburger Bevölkerung. Hier können Sie entspannt spazieren gehen,
joggen oder grillen. Früher wurden hier zu Ostern Osterfeuer
entzündet, um den Sommer willkommen zu heißen. Am Strand erwartet
Sie außerdem das Café Strandperle, das seit den 1970er Jahren
besteht und als die "Mutter aller innerstädtischen Beachklubs" gilt.
Erkunden Sie das Alte Lotsenhaus, das 1745 die Lotsenbrüderschaft
begründete und heute als eine der ältesten Gaststätten Hamburgs
dient. Die Oevelgönner Seekiste, ein unterhaltsames Privatmuseum mit
maritimen Kuriositäten, bietet eine einzigartige Sammlung und führt
Sie auf eine unterhaltsame Reise in die maritime Vergangenheit.
Am Elbstrand befindet sich auch ein Findling namens "Der alte
Schwede", der bei der Ausbaggerung der Unterelbe entdeckt wurde und
beeindruckende Maße von 217 Tonnen Gewicht, 19,7 Metern Umfang und
4½ Metern Höhe aufweist.
Besuchen Sie Övelgönne und erleben Sie die magische Verbindung
zwischen Geschichte, Kultur und der Schönheit der Elbe. Tauchen Sie
ein in dieses einzigartige Hafenjuwel und lassen Sie sich von seiner
unvergleichlichen Atmosphäre verzaubern. Ein Besuch hier wird Ihnen
unvergessliche Erinnerungen an Ihre Zeit in Hamburg bescheren.

Leuchtbojen
Wenn Sie sich entlang der wunderschönen Elbe in Hamburg bewegen,
werden Sie möglicherweise auf faszinierende Leuchtbojen stoßen.
Diese Bojen spielen eine entscheidende Rolle für die Schifffahrt auf
dem Fluss und dienen einem sehr wichtigen Zweck.
Leuchtbojen sind spezielle Bojen, die mit Lichtern ausgestattet
sind, um ihre Position auch bei schlechten Sichtverhältnissen wie
Nebel oder Dunkelheit deutlich zu machen. Die Lichter an den
Leuchtbojen blinken oder leuchten in bestimmten Mustern, um den
Schiffen die sichere Navigation auf der Elbe zu ermöglichen.
In der Elbe gibt es viele Untiefen und Gefahrenstellen, die für die
Schifffahrt riskant sein können. Die Leuchtbojen markieren diese
Stellen und helfen den Kapitänen, ihre Schiffe sicher durch den
Fluss zu lenken. Durch die klare Sichtbarkeit der Bojen können die
Schiffe ihre Position bestimmen und die Fahrrinne korrekt einhalten,
um Kollisionen und Grundberührungen zu vermeiden.
Die Verwendung von Leuchtbojen ist von entscheidender Bedeutung, da
sie die Sicherheit und Effizienz des Schiffsverkehrs auf der Elbe
gewährleisten. Insbesondere in den Nachtstunden oder bei schlechten
Wetterbedingungen sind diese Bojen unverzichtbar, um den
reibungslosen Transport von Waren und Personen auf dem Fluss zu
gewährleisten.
Also, wenn Sie während Ihrer Reise entlang der Elbe diese
faszinierenden leuchtenden Bojen entdecken, denken Sie daran, dass
sie einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Navigation auf dem
Fluss leisten. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um die Bedeutung
dieser Bojen zu schätzen und die Schönheit der Elbe in Verbindung
mit der Schifffahrt zu bewundern.

Die
Bojenmänner (von Stephan
Balkenhol)
Eine Maritime Kunstinstallation in
Hamburg
Hamburg, eine Stadt mit einer reichen
maritimen Geschichte, birgt zahlreiche kulturelle Schätze für
Besucher aus aller Welt. Eine faszinierende künstlerische
Attraktion, die die Aufmerksamkeit vieler auf sich zieht, sind die
Bojenmänner, eine einzigartige Skulpturengruppe des renommierten
Künstlers Stephan Balkenhol.
Die grob gehauenen und farbig bemalten
ursprünglichen Bojenmänner bestehen aus robustem Eichenholz und sind
auf einem Sockel von 2,40 Metern Höhe befestigt. Jede Figur ist
untrennbar mit ihrem Sockel verbunden und wiegt beeindruckende neun
Tonnen. Montiert auf Flachwassertonnen stehen sie entlang der
malerischen Ufer der Elbe und schaffen eine markante Verbindung
zwischen Hamburgs Land und Wasser.
Ursprünglich als Holzskulpturen
konzipiert, wurden die Bojenmänner im Jahr 2020/21 einer Veränderung
unterzogen, um sie besser vor den Unbilden des Wetters zu schützen.
Statt Holzfiguren, erhielten sie neue Formen aus Aluminiumguss, die
ihre markante Präsenz und charakteristische Silhouette beibehielten.
Die stehenden Bojenmänner tragen in ihrem
markanten Erscheinungsbild schwarze Hosen und weiße Hemden. Doch was
diese Skulpturen wirklich einzigartig macht, ist das Fehlen
jeglicher Gesichtszüge. Balkenhol konzentrierte sich bewusst auf die
Form und Haltung der Figuren, was den Betrachtern die Möglichkeit
gibt, ihre eigenen Emotionen und Interpretationen in die Kunstwerke
zu projizieren. So entsteht eine faszinierende Aura des Mysteriösen
und zeitlosen.
Die Bojenmänner stehen stolz als
lebendiges Symbol der maritimen Geschichte Hamburgs. Ihr Anblick
erinnert an die einstigen Seeleute und Hafenarbeiter, die das Herz
der Stadt bildeten. Ihre starke Verankerung in der Geschichte und
die monumentale Präsenz machen sie zu einem besonderen
Anziehungspunkt für Kunstliebhaber und neugierige Touristen
gleichermaßen.
Als Besucher Hamburgs werden Sie diese
einzigartigen Bojenmänner an verschiedenen Orten entdecken können,
entlang der Elbauen und auf öffentlichen Plätzen. Ihre schlichte
Erscheinung und gleichzeitig ihre kraftvolle Ausstrahlung werden
zweifellos Ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen und Sie zu einer
tieferen Verbindung mit der maritimen Seele Hamburgs inspirieren.
Insgesamt sind die Bojenmänner von
Stephan Balkenhol eine faszinierende maritime Kunstinstallation, die
Hamburgs Vergangenheit und Gegenwart in sich vereint. Lassen Sie
sich von ihrer Einzigartigkeit und ihrem geheimnisvollen Charme
verzaubern, während Sie auf Ihren Streifzügen durch die Stadt auf
sie stoßen. Diese Bojenmänner sind zweifellos eine Bereicherung für
Ihre Reise und eine bleibende Erinnerung an die künstlerische Seele
Hamburgs.

Der
Containerterminal Burchardkai (CTB)
Willkommen am beeindruckenden Containerterminal Burchardkai (CTB) –
dem größten Terminal der HHLA im Hamburger Hafen. Hier pulsiert das
Leben und die Energie des Welthandels! Der CTB erstreckt sich über
eine beeindruckende Fläche von 1,4 Quadratkilometern auf der
ehemaligen Elbinsel Waltershof. Von der Kaistrecke Burchardkai am
Waltershofer Hafen, über den Parkhafen bis zum Athabaskakai an der
Elbe reicht die faszinierende Anlage.
Die atemberaubenden, über 1400 Meter langen Kaianlagen sind mit
ganzen 30 Containerbrücken ausgestattet, um Containerschiffe jeder
Größe effizient zu be- und entladen. Doch das ist noch nicht alles!
An Land warten 12 riesige Blocklager mit je 380 Metern Länge sowie
ein Containerbahnhof und Plätze für den direkten Umschlag der
Container auf LKW. Hier wird echte Logistikpower sichtbar!
Erfahrt mehr über die fesselnde Geschichte des CTB, der einst aus
einem Mehrzweckterminal hervorging. Schon früh erkannte die HHLA die
Vorteile des Containerumschlags und setzte entschlossen auf diese
innovative Technologie. Der Erstanlauf der American Lancer am 31.
Mai 1968 gilt als Meilenstein im Containerzeitalter des Hamburger
Hafens – ein Moment, der Geschichte schrieb!
Taucht ein in die technischen Daten des CTB und lasst euch von der
Luftaufnahme des Containerterminals im Juni 2013 beeindrucken. Die
Zahlen sind schlichtweg beeindruckend: 1,4 Quadratkilometer
Betriebsgelände, 2.850 Meter Kaimauer, 10 Liegeplätze, maximaler
Tiefgang von 16,5 Metern und ganze 30 Containerbrücken – das sind
die Dimensionen, die den Puls des internationalen Handels messen!
Der CTB ist ein wahrhaftiges Logistikwunder, das den Hamburger Hafen
stolz macht. Er ist über den Waltershofer Damm sowie über den
Altenwerder Damm und den Rugenberger Damm mit dem öffentlichen
Straßennetz verbunden. Auch die Eisenbahnverbindung verläuft
parallel zum Waltershofer Damm. Innovation und Modernisierung stehen
hier an oberster Stelle, um den Hafen für die Zukunft fit zu machen.
Lasst euch von der enormen Energie und der dynamischen Atmosphäre
dieses Hafenterminals mitreißen. Der CTB ist nicht nur ein Drehkreuz
für den weltweiten Handel, sondern auch ein beeindruckendes Symbol
für die Größe und Bedeutung des Hamburger Hafens. Erlebt hautnah,
wie die Weltwirtschaft in Bewegung gerät, während Containerschiffe
aus aller Welt hier ihre Schätze laden und entladen.
Bereitet euch auf ein unvergessliches Erlebnis vor, wenn ihr die
HHLA-Containerterminals erkundet – seid Zeugen der grenzenlosen
Kraft des globalen Handels und taucht ein in die faszinierende Welt
des Containerterminal Burchardkai!
Enorme Containerbrücken
Am HHLA Container Terminal Burchardkai (CTB) arbeiten derzeit die
größten Containerbrücken im Hamburger Hafen. Sie sind in der Lage,
Schiffe mit einer Breite von 24 Containern parallel zu entladen.
Diese imposanten Giganten wiegen beeindruckende 2.480 Tonnen und
können gleichzeitig zwei 40-Fuß-Container oder vier 20-Fuß-Container
bewegen, was insgesamt 110 Tonnen oder 70 Mittelklassewagen
entspricht. Die Ausleger dieser Brücken sind knapp 80 Meter lang. Am
CTB sind mehr als 30 Containerbrücken im Einsatz, wovon 18 als
sogenannte Megaship-Brücken gelten.
Daten & Fakten
Brückenkosten: 10Mill die Brücke + 2Mill Kaimauerbefestigung +
Schienen
Gesamthöhe abgetoppt: 89 Meter
Gesamthöhe aufgetoppt: 138 Meter
Gewicht: 2.480 Tonnen je Brücke
Ausleger: 80 Meter Gesamtlänge
Spannweite: Schiffsbreite 26 Containerreihen nebeneinander
Tandembetrieb: 2 x 40-Fuß-Container bzw. 4 x 20-Fuß-Container
Maximale Nutzlast: 110 Tonnen
Seillänge gesamt: 3.160 Meter je Brücke
Hubhöhe: 49,5 Meter
Höhe Brückenkanzel: Arbeitsplatz Brückenfahrer 52 Meter

Die
Rugenberger Schleuse
Die Rugenberger Schleuse ist ein
beeindruckendes Zeugnis norddeutscher Ingenieurskunst und maritimer
Geschichte. Im Jahr 1908 entstand sie als Teil eines ambitionierten
Generalplans zur Hafenerweiterung in westlicher Richtung. Dieser
Plan erklärte die Dradenau und Finkenwerder zum neuen
Hafenerweiterungsgebiet und bildete den Grundstein für die
Entstehung der Rugenberger Schleuse.
Ursprünglich wurde die Schleuse im Rahmen
der Planung für mehrere Hafenbecken konzipiert. Diese sollten Raum
für Seeschiffshäfen, einen Vorhafen, einen Petroleumhafen, einen
Flussschiffshafen, einen Yachthafen und den Everhafen bieten. Nach
dem Ersten Weltkrieg wurde die Umsetzung des Projekts
vorangetrieben. Die neue Sperrschleuse, die 1913 fertiggestellt
wurde, verband den neu verlaufenden Köhlbrand mit dem Rugenberger
Hafen und diente der Anbindung des Waltershofer Hafens,
Griesenwerder Hafens und des Petroleumhafens.
Die Rugenberger Schleuse bestand aus zwei
Kammern - eine südliche und eine nördliche - von beeindruckenden 150
Metern Länge und 18 Metern Breite. Ihre Hauptaufgabe bestand darin,
kleineren Fahrzeugen sowie Schlepp- und Schubverbänden eine sichere
Passage von der Rethe und Harburg durch den Roßkanal zu den
Kuhwerder Häfen zu ermöglichen, abseits der starken Strömung und des
Hauptfahrwassers auf der Elbe.
Ursprünglich durch einen Schleusenmeister
rund um die Uhr besetzt, erfolgt heute die Schleusung mittels
Fernsteuerung und Videobeobachtung von der Ellerholzschleuse aus.
Die Rugenberger Schleuse ist ein geschichtsträchtiger Ort, der bis
2012 jährlich von bis zu 22.000 Fahrzeugen frequentiert wurde. Eines
der Schleusenkammern wurde später geschlossen, während die andere
komplett erneuert wurde.
Die Rugenberger Schleuse ist nicht nur
ein wichtiges technisches Bauwerk, sondern auch ein beliebtes
Ausflugsziel für Touristen, die sich für die maritime Geschichte
Hamburgs interessieren. Im Januar 2015 wurde die Straßenverbindung
Rugenberger Damm, die über die Wasserstraße führt, für den Verkehr
freigegeben, und Ende November 2015 wurde die neu errichtete
Schleuse in Betrieb genommen. Ein Spaziergang entlang der
Schleusenmauern ist eine Reise in die Vergangenheit, in der die
Meisterwerke der Ingenieurskunst das Geschehen auf den Wasserwegen
beherrschten. Die Rugenberger Schleuse bleibt somit nicht nur ein
beeindruckendes Zeugnis der Vergangenheit, sondern auch ein
lebendiges Symbol für die Technik und den Fortschritt im Hamburger
Hafen.

Die
Köhlbrandbrücke:
Das höchste Hamburger Wahrzeichen seit 1974
Die majestätische Köhlbrandbrücke ist seit dem 23. September 1974
ein bedeutendes Bindeglied in Hamburg, das die Elbinsel Wilhelmsburg
mit der Bundesautobahn 7 (Anschlussstelle 30 Waltershof) verbindet.
Sie erstreckt sich über den beeindruckenden 325 Meter breiten
Köhlbrand, einen Arm der Süderelbe. Das beeindruckende Bauwerk wurde
von den renommierten Fachleuten, Bauingenieur Paul Boué und
Architekt Egon Jux, entworfen.
Die Köhlbrandbrücke ist nicht nur ein Meisterwerk der
Ingenieurskunst, sondern auch ein stolzes Kulturdenkmal Hamburgs,
das unter der Nummer 28577 in der Liste der Hamburger
Kulturdenkmäler geführt wird. Als Hamburger Wahrzeichen erlangte sie
sogar so große Bekanntheit, dass sie auf einer besonderen Briefmarke
zu 0,80 DM verewigt wurde, die im Mai 1987 von der Bundespost
herausgegeben wurde.
Technische Meisterleistung:
Die Köhlbrandbrücke erstreckt sich über eine Gesamtlänge von 3618
Metern und ist nach der Hochstraße Elbmarsch die zweitlängste
Straßenbrücke Deutschlands. Sie setzt sich aus der westlichen
Rampenbrücke (Rampe Waltershof), der imposanten Strombrücke
(Köhlbrandbrücke) und der östlichen Rampenbrücke (Rampe Neuhof)
zusammen. Die Strombrücke ist ein faszinierendes Beispiel für eine
Schrägseilbrücke, die mit 88 Stahlseilen, manche bis zu 10 cm dick,
verbunden ist. Diese Seile sind sowohl am Brückenkasten als auch an
den stählernen Pylonen befestigt und verleihen der Brücke ihre
charakteristische Erscheinung.
Der Überbau der Köhlbrandbrücke besteht aus einem 3,5 Meter hohen
Stahlhohlkasten, der von einem Schwimmkran während des Baus der
Brücke eingehoben wurde. Die beiden Pylone der Brücke ragen
beeindruckende 135 Meter über das mittlere Tidehochwasser und stehen
auf 37 Meter hohen Stahlbetonpfeilern. Die Hauptöffnung hat eine
lichte Höhe von 53 Metern über dem mittleren Tidehochwasser, was
eine sichere Passage für die meisten Schiffe gewährleistet.
Eine Brücke mit Geschichte:
Die Köhlbrandbrücke wurde feierlich am 20. September 1974 durch den
damaligen Bundespräsidenten Walter Scheel eingeweiht. Die
Bevölkerung von Hamburg konnte die Brücke anlässlich der Eröffnung
und ihres 25. Geburtstags (1999) besichtigen und über 600.000
Hamburger nutzten diese Gelegenheit. In Erinnerung an dieses
bedeutende Ereignis prägte die Stadt 100.000 Erinnerungsmedaillen,
die rasch vergriffen waren.
Die Köhlbrandbrücke heute:
Heute dient die Köhlbrandbrücke als wichtige Verkehrsverbindung
zwischen der östlichen Hafenseite und der Bundesautobahn 1 sowie
zwischen der westlichen Hafenseite und der A7. Sie ermöglicht den
reibungslosen Gütertransport zu den Containerterminals im
Hafengebiet, darunter der Containerterminal Altenwerder und die
Automobilverladeanlagen an der Rethe.
Die Brücke ist für Fußgänger, Fahrradfahrer und Mofas gesperrt.
Allerdings können Teilnehmer des jährlichen Köhlbrandbrückenlaufs am
3. Oktober die beeindruckende Aussicht auf den Hafen und die Stadt
genießen, indem sie über die Brücke laufen. Radfahrer haben die
Möglichkeit, die Brücke als Teilnehmer des Hamburger
Cyclassics-Rennens oder der Fahrradsternfahrt zum
Mobil-ohne-Auto-Tag zu passieren. Während des Silvesterfeuerwerks
wird die Köhlbrandbrücke für den öffentlichen Verkehr gesperrt,
damit die Menschen das Spektakel ungestört genießen können.
Ein Blick in die Zukunft:
Die Köhlbrandbrücke hat in den letzten Jahrzehnten großartige
Dienste geleistet, doch ihre Zeit neigt sich dem Ende zu. Ein
geplanter Abriss und Neubau stehen bevor, um den steigenden
Anforderungen des modernen Verkehrs gerecht zu werden. Es ist
geplant, die neue Köhlbrandbrücke mit einer Durchfahrtshöhe von
mindestens 73,5 Metern zu bauen, um den Anforderungen großer Schiffe
besser zu entsprechen. Ein neues Kapitel in der Geschichte der
Köhlbrandbrücke steht bevor, und die Stadt Hamburg bereitet sich
darauf vor, ein weiteres architektonisches Meisterwerk zu schaffen,
das die Jahrhunderte überdauern wird.

Der
Roßkanal
Der Roßkanalist ein Wasserweg, der geschickt den Roßhafen mit der
Süderelbe, genauer gesagt dem Köhlbrand, im Hamburger Hafengebiet
verbindet. Entlang des Kanals verläuft parallel die östliche Zufahrt
zur majestätischen Köhlbrandbrücke. Mit einer stattlichen Länge von
etwa 1.300 Metern und einer durchschnittlichen Wassertiefe von rund
4 Metern bei Niedrigwasser, wurde er zu Beginn des 20. Jahrhunderts
errichtet.
Geschichtlicher Hintergrund:
Nach dem Zollanschluss Hamburgs am 15.
Oktober 1888 wurde der Hamburger Hafen zu einem Freihafen erklärt,
doch mit festen und schwimmenden Zollgrenzen versehen. Um den
kleineren Schiffen eine Umgehung des Freihafens zu ermöglichen,
entstanden verschiedene Routen. Eine davon führte entlang des
Kanalzugs Müggenburger Kanal, Zollhafen, Veddelkanal,
Ellerholzkanal, Roßkanal, Rugenberger Hafen und Köhlfleet
(Köhlfleth). Dieser Roßkanal bot Flussfahrzeugen die Möglichkeit,
die belebte Elbe zu meiden und die hinteren Hafenzufahrten zu
erreichen.

Containerterminal Tollerort
Geschichte:
Der Containerterminal CTT wurde 1977 eröffnet und wurde durch das
private Konsortium Lager- und Speditions-Gesellschaft finanziert,
das damals zur Buss Group gehörte. Vor der Eröffnung des CTT war der
Containerterminal Burchardkai im früheren Hafen Neuhof seit 1968
gewachsen. Schon 1972 nahm der Umschlagplatz Tollerort eine erste
48-Tonnen-Containerbrücke in Betrieb. Im Jahr 1996 übernahm die
Hamburger Hafen und Logistik (HHLA) den Betrieb des CTT. Zur
Erweiterung des Terminals wurde zwischen 1999 und 2003 der
Vulkanhafen zugeschüttet, wodurch der neue Terminal heute teilweise
auf den verschütteten U-Boot-Bunkern des Zweiten Weltkriegs (siehe
Elbe II) steht. Dies ermöglichte die Einrichtung von zwei weiteren
Liegeplätzen für tiefergehende Schiffe. 2008 wurde ein neuer
Güterbahnhof eröffnet, der die Kapazität des Terminals
verfünffachte.
Im September 2021 vereinbarte die HHLA eine Beteiligung der COSCO
Shipping Ports Limited (CSPL), die zur staatlichen China COSCO
Shipping Corporation gehört, in Höhe von 35 % am CTT. Im Gegenzug
sicherte die HHLA der CSPL eine bevorzugte Abfertigung zu.
Infolgedessen leitete das Bundeswirtschaftsministerium eine
"sektorübergreifende Investitionsprüfung" gemäß
Außenwirtschaftsgesetz/Außenwirtschaftsverordnung ein. Im Oktober
2022 beschloss das Bundeskabinett eine Teiluntersagung, wonach
COSCO/CSPL nur einen Anteil von unter 25 % (also unterhalb der
Sperrminorität) erwerben darf. Zudem wurden Sonderrechte untersagt,
um einen atypischen Kontrollerwerb zu verhindern. Nach Abschluss der
Investitionsprüfung wurde der Hafen Tollerort im Frühjahr 2023 vom
zuständigen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik als
Kritische Infrastruktur eingestuft, somit besonders schutzwürdig.
Laut HHLA erhält COSCO/CSPL durch die Beteiligung jedoch keinen
Zugriff auf kritische Bereiche wie den operativen Betrieb,
Kundenbeziehungen und IT-Systeme, da diese alle direkt bei der HHLA
angesiedelt sind, die bereits seit 2018 als Kritische Infrastruktur
eingestuft ist.
Lage und Anlage:
Der Terminal erstreckt sich über eine Fläche von 0,6
Quadratkilometern in Steinwerder zwischen dessen Kernhafen und dem
Köhlbrand, nördlich der ehemaligen Vulkanwerft. Er verfügt über
einen 1.205 Meter langen Kai mit vier Liegeplätzen, an denen
vierzehn Containerbrücken zum Be- und Entladen der Schiffe
bereitstehen. Der Terminal ermöglicht die Abfertigung von Schiffen
der Postpanamax-Klasse, und der maximale Tiefgang beträgt 15,1
Meter. Der Containerbahnhof besteht aus fünf jeweils 720 Meter
langen Gleisen, an denen auch Ganzzüge abgefertigt werden können.
Darüber hinaus dient der CTT auch dem Umschlag des kombinierten
Verkehrs und schafft so zusätzliche Kapazitäten für den Hamburger
Hafen.
Erschließung:
Lastkraftwagen erreichen den Terminal über den Rossweg, der mit der
Breslauer Straße an die Köhlbrandbrücke angebunden ist. Diese Brücke
stellt wiederum die Verbindung zu den Autobahnen A1 und A7 her.
Die Erschließung für die Eisenbahn erfolgt über den
Containerbahnhof, dessen Gleise beim Kohlenschiffhafen am
Köhlbrandhöft enden und der über die Ellerholzbrücke mit dem
Hafenbahnhof Hamburg Süd verbunden ist. Von dort aus bestehen
Verbindungen zu den Bahnstrecken Wanne-Eickel-Hamburg und
Berlin-Hamburger Bahn. Der Containerbahnhof verfügt auch über
Umschlagplätze für den kombinierten Verkehr, um Güter, die per Lkw
von Städten und Orten am südlichen Elbufer angeliefert werden, auf
die Eisenbahn zu verladen.
Technische Daten:
Die betrieblichen und technischen Daten des Terminals lauten wie
folgt:
Kaimauer: 1.205 Meter
Liegeplätze: 4
Anzahl Containerbrücken: 14
Anzahl Van Carrier: 61
Anzahl Bahnkräne: 3
Anzahl Gleise: 5
Anzahl Lkw-Spuren: 8, in der Abfertigung 36
292 Anschlüsse für Kühlcontainer

Blohm &
Voss
Die Geschichte von Blohm & Voss, einer deutschen Schiffswerft mit
Hauptsitz in Hamburg-Steinwerder, reicht bis ins Jahr 1877 zurück.
Am 5. April 1877 gründeten Hermann Blohm und Ernst Voss die
Schiffswerft und Maschinenfabrik Blohm & Voss als offene
Handelsgesellschaft auf der Elbinsel Kuhwerder (heute Kuhwärder).
Die Werft begann mit dem Bau einer eisernen Bark namens Flora, die
sie an die Hamburger Reederei M.G. Amsinck verkaufte.
In den ersten Jahren litt die Werft unter einem Mangel an Aufträgen,
da die Hamburger Reedereien ihre Schiffe vorzugsweise in England
bauen ließen. Doch nach und nach erhielt Blohm+Voss weitere Aufträge
und baute Schiffe für verschiedene Reedereien. Mit dem Bau des
Schwimmdocks Dock I und der Konzentration auf Reparaturen
verbesserte sich die wirtschaftliche Lage deutlich.
Im Jahr 1899 lieferte Blohm+Voss das erste große Kriegsschiff, die
SMS Kaiser Karl der Große, an die Kaiserliche Marine aus. Danach
erhöhte sich der Anteil an Bauten von Marineschiffen deutlich, und
die Werft etablierte sich als Hauptbauwerft für Schlachtkreuzer der
Kaiserlichen Marine.
Im Laufe der Jahre erweiterte die Werft ihr Gelände und baute unter
anderem das weltweit größte Schwimmdock mit 46.000 t Hebevermögen.
Während des Ersten Weltkrieges konzentrierte sich die Produktion
hauptsächlich auf den U-Boot-Bau, was zu einem deutlichen Anstieg
der Produktion führte.
In der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges
baute Blohm+Voss weiterhin U-Boote und war einer der wichtigsten
Lieferanten von Handels- und Kriegsschiffen im Deutschen Reich.
Während dieser Zeit wurden Tausende von Zwangsarbeitern aus ganz
Europa auf der Werft eingesetzt, darunter auch Häftlinge aus dem KZ
Neuengamme.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Werft demontiert, aber in den
1950er Jahren schrittweise wieder in Betrieb genommen. In den
folgenden Jahrzehnten erweiterte Blohm+Voss sein Produktportfolio,
baute Massengutfrachter und fokussierte sich auf den
Offshore-Bereich sowie den Marineschiffbau.
In den 2000er Jahren wurde Blohm+Voss mehrmals verkauft und
reorganisiert. 2016 erfolgte schließlich die Übernahme durch die
Lürssen-Werftengruppe, die das Unternehmen in die Naval Vessels
Lürssen (NVL) Group eingegliedert hat.
Heute ist Blohm+Voss ein Teil der NVL Group und weiterhin im
Schiffbau, insbesondere im Bereich der Megayachten und
Marineschiffe, tätig. Die Geschichte der Werft ist geprägt von Höhen
und Tiefen, kriegsbedingten Umstellungen und verschiedenen
Eigentümerwechseln. Doch sie hat sich als eine der renommiertesten
Werften Deutschlands etabliert und ist ein wichtiger Akteur im
Schiffbau.

Dock Elbe
17
Das Dock Elbe 17, das zum renommierten Schiffbauunternehmen Blohm +
Voss in Hamburg gehört, ist ein wahrhaft faszinierendes Trockendock
mit einer reichen Geschichte. Seit seiner Inbetriebnahme hat es
zahlreiche beeindruckende Schiffe beherbergt und spielt eine
bedeutende Rolle in der maritimen Industrie.
Geschichte:
Das Dock Elbe 17 wurde im Jahr 1941 erbaut und war Teil eines
ehrgeizigen Erweiterungsplans von Blohm + Voss, um die steigende
Nachfrage nach großen Schiffen zu bewältigen. Es war eines der
ersten Docks seiner Art und wurde schnell zu einem wichtigen
Anlaufpunkt für die Reparatur und Wartung von maritimen Anlagen und
Schiffen. Im Laufe der Jahre hat das Dock zahlreiche Umbauten und
Modernisierungen erfahren, um den wachsenden Anforderungen der
Schifffahrt gerecht zu werden.
Faszination und Besonderheiten:
Das Dock Elbe 17 ist faszinierend aufgrund seiner beeindruckenden
Dimensionen und technischen Raffinesse. Es misst 351 Meter in der
Länge, 59 Meter in der Breite und weist eine Tiefe von 13,5 Metern
auf. Diese imposanten Maße ermöglichen es dem Dock, Schiffe bis
einer Länge von 320 Metern und einem großen Tiefgang aufzunehmen,
wodurch auch für hochseetüchtige Schiffe eine komfortable Wartung
und Reparatur gewährleistet wird.
Eine der bemerkenswertesten Besonderheiten des Dock Elbe 17 ist
seine leistungsstarke Hebeanlage. Die Dockpforte besteht aus
massiven, hydraulischen Toren mit einem Gewicht von 105 Tonnen, die
nach dem Einlaufen des Schiffes geschlossen werden, um das Dock
abzudichten. Anschließend wird das Dock mithilfe von Ballastwasser
abgesenkt, wodurch das Schiff trockenliegt und die Wartungsarbeiten
beginnen können. Diese Hebeanlage kann Schiffe mit einem
Gesamtgewicht von bis zu 120.000 Tonnen anheben, was eine technische
Meisterleistung darstellt.
Beeindruckende Schiffe:
Im Laufe seiner Geschichte hat das Dock Elbe 17 zahlreiche
beeindruckende Schiffe beherbergt, darunter Luxusyachten,
Frachtschiffe, Offshore-Plattformen und Kriegsschiffe wie die
Bismarck. Prominente Beispiele sind die Luxusyacht "A" des
russischen Oligarchen Andrey Melnichenko und die schwimmende
Offshore-Plattform "Pioneering Spirit", die das größte Schiff ihrer
Art ist. Die Vielfalt der Schiffe, die das Dock Elbe 17 beherbergt
hat, spiegelt die vielseitige Expertise von Blohm + Voss wider.
Technische Daten:
Größe: Länge: 351 Meter, Breite: 59 Meter, Tiefe: 13,5 Meter
Kapazität: 414.000 Kubikmeter Wasseraufnahme im gefluteten Zustand
Hebeanlage: Hydraulische Tore mit einem Gewicht von 105 Tonnen
Max. Tragfähigkeit: Schiffe bis zu 120.000 Tonnen
Zubehör und Service:
Das Dock Elbe 17 verfügt über eine umfangreiche Ausstattung, die
eine effiziente und professionelle Wartung der Schiffe ermöglicht.
Dazu gehören Krane und Hebevorrichtungen, um schwere Bauteile und
Ausrüstungsteile in die Schiffe zu befördern. Außerdem stehen gut
ausgestattete Werkstätten und Einrichtungen zur Verfügung, in denen
erfahrene Fachleute Reparatur- und Wartungsarbeiten durchführen.
Das Dock Elbe 17 ist zweifellos ein Meisterwerk der Schiffbautechnik
und eine faszinierende Attraktion für jeden, der sich für die
maritime Industrie interessiert. Mit seiner langen Geschichte,
beeindruckenden Schiffsbeherbergungen und modernster Ausstattung
spielt das Dock eine entscheidende Rolle bei Blohm + Voss und trägt
maßgeblich zur Sicherheit und Effizienz der Schifffahrt bei.
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